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Stadt Leisnig startet eigene App

Ende September soll sie fertig sein. Damit will die Kommune Handy-Nutzern schnell aktuelle Informationen an die Hand geben. Das ist aber nicht alles.

25.08.2020 , Foto: Dietmar Thomas , Stadtverwaltung Leisnig , Miche´l Krause , Leisnig-Ap
25.08.2020 , Foto: Dietmar Thomas , Stadtverwaltung Leisnig , Miche´l Krause , Leisnig-Ap © Dietmar Thomas

Leisnig. Seit April dieses Jahres hat das IT-Team der Stadtverwaltung Leisnig mit Michél Krause Verstärkung bekommen. Jetzt stellt der 28-Jährige erste Ergebnisse seine Arbeit vor.

Für Ende September kündigt er das Freischalten einer stadteigenen App an. Sie soll wahrscheinlich „Mein Leisnig“ heißen. Damit wolle die Stadtverwaltung die Generationen ansprechen, die das Handy kaum mehr aus der Hand legen. 

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Wer sich die App kostenfrei herunterlädt, der soll zum Beispiel immer die aktuellsten Informationen geliefert bekommen: Ist das Stadtbad gerade geöffnet? Oder wann wer zum Tag der offenen Tür einlädt. Aber auch Warnungen wie am vergangenen Freitag, Fenster und Türen wegen möglicher gesundheitsschädigender Stoffe in der Luft geschlossen zu halten, könnten auf diesem Weg verbreitet werden, sagt Krause.

Leisnigs alte Homepage wird abgeschaltet

Die App bezeichnet er als Pilotprojekt. Sie sei Bestandteil der laufenden Digitalisierung der Verwaltung und der Prozesse. Dazu gehöre auch eine Überarbeitung der Homepage der Stadt Leisnig. Die derzeitige sei überholt und werde wahrscheinlich Ende des Jahres abgeschaltet.

 An deren Stelle rücke ein Amtsportal. Auf dem erhielten die Besucher konzentriert behördliche Informationen: Wie hoch ist die Gewerbesteuer? Gibt es noch Bauland für Betriebe oder Eigenheime?

Weiterhin entsteht gerade ein Zukunftsportal, sagt Bürgermeister Tobias Goth (CDU). Mit dem werde der Service sowohl für Leisniger als auch für Touristen und mögliche Zuzügler erweitert. Auf der stünden dann beispielsweise mehr Hinweise dazu, wo es in Leisnig etwas zu erleben gibt. 

Zukunftsportal soll neugierig machen

„Insgesamt ist geplant, alles miteinander zu vernetzen“, so Michél Krause.Er wird dann dafür zuständig sein, die verschiedenen Portale zu aktualisieren, Fragen von Nutzern zu beantworten und Hinweise weiterzuleiten.

 Auch Letzteres sei geplant. Wenn jemand einen illegal abgestellten Müllberg entdeckt, dann soll er dies in Zukunft auf digitalem Weg melden und weitergeben können. Im Ordnungsamt anzurufen, das wird aber ebenso noch möglich sein.

Das Zukunftsportal ist Teil eines Demografieprojektes. In dem sollen Ideen entwickelt werden, wie die Stadt den Einwohnerschwund aufhalten und wie sie dieser Entwicklung entgegenwirken kann. 

Nachts als DJ Airdice am Plattenteller

Michél Krause ist aber auch in die Digitalisierung der Schulen eingebunden. „Ich bin hier aufgewachsen und zur Schule gegangen“, sagt er. 

Der 28-Jährige hat bei der Telekom IT-Systemelektroniker gelernt. Als Techniker sei er danach viel unterwegs gewesen – als DJ Airdice ist er das in seiner Freizeit nach wie vor. Zumindest dann, wenn Corona den Einsatz an den „Plattentellern“ nicht einschränkt. 

An dem neuen Job bei der Stadt Leisnig habe ihn gereizt, wieder am Wohnort arbeiten zu können.

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