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Stadt macht dritten Schritt vor erstem

über den Fehlstart am Gymnasium Bühlau

Kay Haufe

Dresdens Schulen sind übervoll. Viele Kinder müssen täglich weite Wege auf sich nehmen, um ins Gymnasium zu fahren. Wohnortnahe Plätze sind knapp. Deshalb ist es absolut richtig, das Gymnasium Bühlau zu erweitern und zwar direkt am Standort. Alles andere wäre mit riesigem organisatorischem Aufwand verbunden.

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Was aber keinem einleuchtet, ist die scheinbare Planlosigkeit der Stadt. Wenn sie den am besten ausgelasteten Park &Ride-Platz Dresdens bebauen will, muss sie eine Alternative für die Autofahrer parat haben. Und zwar genau zu dem Zeitpunkt, an dem der Parkplatz gesperrt wird. Dafür kann auch nicht das Schulverwaltungsamt zuständig sein, sondern müssen die Verkehrsplaner von sich aus aktiv werden. Doch hier wird deutlich, welch riesige Behörde so eine Stadtverwaltung ist. Die Linke weiß offenbar nicht oder erst viel später, was die Rechte macht. Ämterübergreifende Kommunikation gibt es nicht. Einer verweist auf den anderen. Und da genügend Leute da sind, ist keiner verantwortlich.

Fakt ist, dass Dresden innerhalb weniger Jahre viele neue und sanierte Schulen benötigt. Bildung für die Kinder der Stadt muss im Mittelpunkt stehen. Dass jetzt der Gymnasiums-Neubau durch einen Parkplatz gefährdet ist, ist schlimm. Das Straßen- und Tiefbauamt hätte schon viel eher damit rechen müssen, dass Widersprüche gegen die Parkplatzsperrung kommen. Doch auch dort ist ein Blick über den Tellerrand offenbar zu viel.