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Niesky wirbt fürs Einkaufen

Geschäftsinhaber am Zinzendorfplatz klagen über ausbleibende Kunden, seit die Stadt im Zentrum baut. Jetzt handelte das Rathaus.

Die Stadt Niesky stellte jetzt vier Banner auf, wie hier auf der Bautzener Straße, Höhe Wachsmann-Haus. Sie sollen zum Einkaufen ins Stadtzentrum einladen.
Die Stadt Niesky stellte jetzt vier Banner auf, wie hier auf der Bautzener Straße, Höhe Wachsmann-Haus. Sie sollen zum Einkaufen ins Stadtzentrum einladen. © SZ/Steffen Gerhardt

Nicht zu übersehen sind die vier Banner im Bauzaungröße, die jetzt an den vier Hauptstraßen zum Zinzendorfplatz stehen. Aufgestellt von der Stadt Niesky, verweisen sie darauf, dass trotz Bauarbeiten auf dem Zinzendorfplatz die Geschäfte, Hotels und Gaststätten erreichbar sind - und sich über den Besuch von Kunden und Gästen freuen.  

Eingebracht hat den Vorschlag Sachgebietsleiter Enrico Bachmann. Wie er erzählt, hat er ähnliche Transparente in Erfurt gesehen, als dort auch der Straßenbau zugange und das Zentrum schwer erreichbar war. Eine Idee, die auch für Niesky sinnvoll und machbar ist. Bis die Banner an die Bauzäune gebunden werden konnten, hat es zwar einige Zeit gedauert, aber nun stehen diese an der Bautzener, Görlitzer, Muskauer und Rothenburger Straße.  

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Rothenburger Firma fertigte an

Nachdem die Stadtverwaltung sich darüber einig war, vier Banner aufzustellen, musste ein Entwurf erarbeitet, Angebote von Werbefirmen eingeholt und schließlich diese angefertigt werden. Am Montag bekam die Stadt die vier Transparente von der Rothenburger Firma Paul. Bauhofmitarbeiter befestigten sie an Bauzäunen und stellten diese am Dienstag auf. 

Der Wunsch, so einen Hinweis an den Zufahrtsstraßen anzubringen, kommt von den Händlern der Innenstadt, vor allem von denen am Zinzendorfplatz. Bereits als die Bauarbeiten Ende Juli auf dem Zinzendorfplatz begannen, sind Einzelhändler mit der Ausschilderung unzufrieden gewesen. In einer Umfrage der SZ äußerte sich Uhrmacherin Adina Pohl dahingehend, dass nur Verbotsschilder oder Schilder "Sackgasse" aufgestellt wurden, aber kein Hinweis darauf, wie die Händler trotzdem zu erreichen sind. Besonders für Auswärtige ist das wichtig zu wissen, wie sie den Zinzendorfplatz erreichen können, hob die Geschäftsfrau hervor.   

Händler bei der Oberbürgermeisterin

Bereits vor drei Wochen fand im Rathaus eine Gesprächsrunde zwischen Einzelhändlern und der Oberbürgermeisterin statt. Ein Punkt war dabei die Erreichbarkeit der Geschäfte und Gaststätten an einem der schönsten Plätze Deutschlands, aber auch in den angrenzenden Straßen. Bereits in dieser Runde wurde deutlich gemacht, dass entsprechende Hinweise an den Straßen notwendig sind. Darauf hat die Stadt nun reagiert und diese vier Banner aufgestellt.    

Für manchen zu spät, denn seit 20. Juli ist Nieskys zentraler Platz für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Und dass den Geschäftsinhabern die Leute wegbleiben werden, das war vor Baubeginn schon abzusehen. Ob die Hinweise nun helfen, bleibt abzuwarten. Für eine Beurteilung ist es noch zu früh. Ihren Appell zum "Einkaufen und Schlemmen" in Nieskys Stadtmitte hat Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann auch im aktuellen Amtsblatt der Stadt bekräftigt. Verbunden mit dem Hinweis, dass die Parkplätze an der Seite von der Kirche sowie am Museum über die Poststraße beziehungsweise die Horkaer Straße befahrbar sind.    

Laufkundschaft fehlt in den Geschäften

Die Einzelhändler klagen auch in der siebenten Woche der Sperrung des Platzes, dass ihnen die Kunden fehlen. Karin Klinkert von Klinkert Optik sagt, dass es vor allem die Laufkundschaft ist, die eher weniger als mehr geworden ist. Das gleiche ist von Heidrun Schubert auf der anderen Seite des Zinzendorfplatzes zu hören. Dort, wo noch keine Bauzäune stehen. Die Sommerferien haben ihr nicht den erhofften geschäftlichen Aufschwung in ihrer Modeboutique gebracht. Nun hofft sie auf den Herbst: "Schließlich brauchen die Leute was für die kalte Jahreszeit zum Anziehen", sagt die Geschäftsfrau. Ob ihr dabei der städtische Hinweis auf Erreichbarkeit helfen wird, vermag sie jetzt nicht zu beurteilen.     

Für die Stadt sind die vier Banner keine einmalige Anschaffung. "Wir werden sie weiterhin brauchen", ist sich Enrico Bachmann sich. Denn sowohl die Rothenburger, als auch die Görlitzer Straße warten ebenfalls auf eine Erneuerung.   

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