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Stadt plant neue Stauffenbergallee

Das Stück zwischen Radeburger und Königsbrücker Straße soll nun ab 2016 saniert werden. Kritik gibt es bereits an der geplanten Breite der Trasse.

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Die Stadt will den westlichen Teil der Stauffenbergallee ab Ende 2016 sanieren. Das Kopfsteinpflaster soll durch einen glatten Asphaltbelag ersetzt werden. Für Radfahrer soll es pro Richtung einen Fahrstreifen geben. Außerdem will die Stadt unter der Straße alle Leitungen austauschen. Wie es hieß, habe man sich intern auf eine Sanierungsvariante geeinigt. Über diese soll demnächst der Stadtrat entscheiden. Anschließend könnte die Feinplanung beginnen. Allerdings ist bislang noch kein Geld für das Projekt im Haushalt eingeplant.

Kritik gibt es schon jetzt an der künftigen Breite der Trasse. Die Stadt sieht für Autos pro Richtung eine drei Meter und eine 3,25 Meter breite Fahrspur vor. Für die Grünen ist das zu viel. „Dresden hat schon genug Straßen, die für das tatsächliche Verkehrsaufkommen viel zu breit dimensioniert sind“, sagt Stadträtin Margit Haase. „All diese Straßen, die mit Fördergeldern ausgebaut wurden, müssen künftig aus dem städtischen Haushalt unterhalten werden.“ Die Waldschlößchenbrücke schlage zum Beispiel mit Folgekosten von 3,7 Millionen Euro zu Buche. Haase sieht deswegen sogar die Schuldenfreiheit der Stadt in Gefahr. Die Grünen fordern die Stadt auf, die vierspurige Sanierung der Stauffenbergallee zu stoppen.

Generell ist die Sanierung aber dringend nötig. Das Kopfsteinpflaster sorgt für großen Lärm. An der Kreuzung Stauffenbergallee/Königsbrücker Straße bilden sich immer wieder lange Staus. (SZ/win)