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Stadt pumpt mehr als 800 000 Euro in den Mühlgraben

Der Kanal wird instand gesetzt. Ziel ist mehr Schutz für die Innenstadt bei Hochwasser.

Am unterirdischen Mühlgraben wird weiter gebaut. Die notwendigen Arbeiten zur Instandsetzung des Kanals, der durch das Hochwasser im Juni 2013 stark beschädigt wurde, sollen aber so erfolgen, dass das historische Bauwerk erhalten bleibt. Das beschlossen die Stadträte im Bauausschuss.

So soll der Kanal im Abschnitt zwischen Roßmarkt und Neugasse an allen zugänglichen Stellen ausgebessert werden. Dort, wo der Mühlgraben überbaut ist, sollen Rohre aus glasfaserverstärktem Kunststoff in den Kanal eingesetzt werden, die sich einfach kontrollieren und reinigen lassen. Auf diese Variante einigte sich der Bauausschuss einstimmig. Für dieses Verfahren ermittelten die Planer im städtischen Bauamt Kosten von 824 000 Euro. Die völlige Verrohrung des Mühlgrabens im Bereich von der Kerbe bis zur Elbstraße hätte rund eine Million Euro gekostet. Die Instandsetzung des Mühlgrabens ist im Wiederaufbauplan des Freistaates für Meißen mit 413 000 Euro veranschlagt.

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Zur vollständigen Finanzierung aus dem Hilfsfonds für den Wiederaufbau nach der Flut von 2013 wurde unterdessen ein Antrag gestellt.

Wie Bauamtsleiter Dirk Herr erklärte, ermöglicht die geplante Vorgehensweise, dass der Mühlgraben weiter zur Regenentwässerung auf den Straßen in der Innenstadt genutzt werden kann. Außerdem steht eine zusätzliche Entlastung bei Hochwasserereignissen zur Verfügung. Im Zuge der weiteren Bauarbeiten soll eine weitere Rückstausicherung in den Mühlgraben eingebaut werden, um die Kanalisation der Stadt bei Hochwasser zu schützen. (SZ/da)

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