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Stadt schweigt zu Forderungen von Radfahrern

Die Pläne für den Ausbau des Elberadweges liegen im Ausschuss auf Eis.

Von Alexander Riedel

Der Petitionsausschuss der Stadt schafft es nicht, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC) auf eine eingereichte Petition zu antworten. „Mitte September haben wir unsere Petition eingereicht“, sagt Friedrich Darge vom ADFC. Eigentlich muss eine Antwort darauf innerhalb von sechs Wochen erfolgen. Jetzt wird sie jedoch frühestens Anfang Dezember erwartet.

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Um vier Punkte geht es in der Petition: Erstens soll der holprige Körnerweg in stadtwärtiger Richtung fahrradgerecht saniert werden. Zweitens soll der Elberadweg so ausgebaut werden, dass er unter dem Blauen Wunder hindurchführt. Drittens soll der Radweg in Richtung Pillnitz erneuert werden, da insbesondere ab Alt-Wachwitz die Strecke in schlechtem Zustand ist. Und viertens soll dieser Abschnitt besser an die Pillnitzer Landstraße angebunden werden.

Pläne liegen für fast alle Punkte seit Langem in den Schubladen der Stadt. Es gibt aber Probleme bei der Umsetzung. Viele Grundstücke an der Elbe sind in Privatbesitz und das holprige Stück am Körnerweg steht unter Denkmalschutz.

Es zeichnen sich jedoch bereits Kompromisse ab. So soll beispielsweise die Streuobstwiese am Blauen Wunder teilweise asphaltiert werden. „Auch das historische Pflaster am Körnerweg soll geglättet neu verlegt werden“, sagt Darge vom ADFC. „Damit können wir auch leben.“

Bei der Hauptabteilung Mobilität stoßen die Pläne auf offene Ohren. Der Fahrradverkehrsbeauftragte Peter Tatzel ist für den Ausbau des Elberadweges. „Die Sache ist aber kompliziert“, sagt er. Nun hofft er, dass durch eine positive Entscheidung des Petitionsausschusses die Umsetzung durch mehr Personal und Geld beschleunigt wird.

Je nach Inhalt einer Petition muss nach der Entscheidung des Ausschusses noch einmal der Stadtrat beraten. Bei der ADFC-Petition wird das voraussichtlich der Fall sein. Daher ist in Sachen Elberadweg immer noch alles offen.