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Stadt testet Flutschutz am Terrassenufer

Die Bauleute vom Regiebetrieb sind ein eingespieltes Team. Bei der Probe für den Ernstfall waren sie wieder ganz schnell.

Während Vorarbeiter André Krohn (r.) und sein Kollege Stefan Schubert (l.) die mobile Wand fertigstellen, freut sich Abteilungsleiter Matthias Kolitsch, dass das so schnell geht.
Während Vorarbeiter André Krohn (r.) und sein Kollege Stefan Schubert (l.) die mobile Wand fertigstellen, freut sich Abteilungsleiter Matthias Kolitsch, dass das so schnell geht. © Marion Doering

Sonntagmorgen, 10 Uhr. Während andere noch gemütlich beim Frühstück sitzen, arbeiten André Krohn und weitere Straßenbauer vom städtischen Regiebetrieb am Terrassenufer. Vor dem Italienischen Dörfchen ragt eine Schutzwand auf der Straße empor. Mit seinem Kollegen Stefan Schubert hebt Vorarbeiter Krohn einen der letzten Dammbalken aus Aluminium in die Führungen der benachbarten Stützen.

Jeder Griff sitzt. Das Teil ist schnell montiert. Zwar ist der 41-Jährige meistens auf Baustellen unterwegs und repariert Straßen oder Fußwege. Doch auch der Aufbau der mobilen Hochwasserschutzwände in der Altstadt gehört zu seinem Job. Das wird alle drei Jahre getestet, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Den hatte der Vorarbeiter im Juni 2013 bereits erlebt. Bevor das Hochwasser nahte, montierte er mit seinen Kollegen genau solche Dammbalken an der Brühlschen und der Münzgasse. So wurde die Altstadt abgeschottet. Etwa anderthalb Wochen lang wachte Krohn damals im Schichtdienst rund um die Uhr darüber, dass die Wände auch dicht bleiben, um im Notfall schnell reagieren zu können. Der mobile Flutschutz für die Altstadt aus zahlreichen Wänden und Flutschutztoren bestand den ersten Härtetest. Er ergänzt die Hochwasserschutzmauern und Böschungen im Zentrum, die bis 2011 errichtet wurden.

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Zufrieden zeigte sich Abteilungsleiter Matthias Kolitsch vom Regiebetrieb, der für den mobilen Hochwasserschutz zuständig ist, über den erfolgreichen Test. Morgens halb sieben hatten die Vorbereitungen begonnen. Zuerst wurden die Abdeckplatten entfernt und der darunter liegende Kanal ordentlich gereinigt. Seit dem letzten Aufbau-Test 2016 hatte sich wieder reichlich Dreck angesammelt. „Uns war nur eine Schraube einer Abdeckplatte abgebrochen“, berichtet er. Doch schnell hatten die Arbeiter das Gewinde nachgeschnitten. Den Aufbau der mobilen Teile, die durch ihre Gummidichtungen wasserdicht sind, schafften die zeitweise von Straßenbauern zu Flutschutzmonteuren gewordenen Arbeiter in anderthalb Stunden. So lange brauchten sie dann auch für den Abbau. Letztlich konnte das Fahrzeug mit dem Container samt Dammbalken und Stützen wieder zum Betriebshof an der Lohrmannstraße fahren, wo die Teile bis zum nächsten Test in drei Jahren lagern.

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