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Dresden vermietet erste Sozialwohnungen

In dieser Woche sollen die ersten Besichtigungen in den 22 Wohnungen beginnen. Die Nachfrage ist groß. So können Sie online durch die Räume gehen.

Hier ist Platz für 22 Haushalte: In der Ulmenstraße wird demnächst das erste Wohnhaus fertig, in dem die Stadt Sozialwohnungen anbietet.
Hier ist Platz für 22 Haushalte: In der Ulmenstraße wird demnächst das erste Wohnhaus fertig, in dem die Stadt Sozialwohnungen anbietet. © Archiv/Marion Doering

Dresden. Die ersten Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WiD (Wohnen in Dresden) können jetzt bezogen werden. In einem Vororttermin waren sich Mitarbeiter des Sozialamtes und der städtischen Wohnbauförderstelle einig, dass die 22 Sozialwohnungen in der Ulmenstraße bereit für die neuen Mieter sind. Es werden ausschließlich Geringverdiener sein, die in den Leubener Wohnungen ein Zuhause bekommen. Dafür stellt die Stadt fest, ob die Interessenten einen Anspruch auf den Wohnberechtigungsschein Typ gMW haben. 

Die Vermietungsseite ist bereits online gestellt und noch in dieser Woche sollen die Wohnungsbesichtigungen starten. "Das ist ein wichtiger Meilenstein für den sozialen Wohnungsbau in Dresden und ein Lichtblick in diesen schweren Zeiten", sagt Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke). 

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Für einen ersten Eindruck kann auf der Internetseite der WiD ein virtueller 360-Grad-Rundgang durch die Wohnungen gemacht werden. Auch werden dort die konkreten Voraussetzungen erläutert, die ein Mieter vorweisen muss. Die Besichtigungen sind derzeit nur einzeln und mit einer Mund-Nasen-Bedeckung möglich. 

Das Leubener Bauprojekt ist das erste Vorhaben der WiD, die 2017 gegründet wurde. In den kommenden Tagen werden noch Restarbeiten erledigt, so müssen etwa noch die Außenverblendungen der Balkone angebracht werden.

Die Sozialwohnungen sind in Dresden begehrt. Allein für die 22 Wohnungen in der Ulmenstraße waren es im Frühjahr 40 Bewerbungen, weitere sind inzwischen dazugekommen. Deshalb baut die Gesellschaft auch an etlichen anderen Standorten, etwa in Nickern, wo demnächst ebenfalls die ersten Wohnungen fertig werden. Weitere neue Wohnhäuser entstehen unter anderem in Luga, Striesen und in der Friedrichstadt, aber auch im Dresdner Westen an der Ockerwitzer Straße. Hier finden Sie alle Bauvorhaben mit dem aktuellen Stand und einer Visualisierung der Gebäude.

Um den Bestand an Sozialwohnungen schnell zu vergrößern, soll die WiD auch Altbauwohnungen in Pieschen übernehmen.

Die WiD soll künftig allerdings nicht nur ausschließlich an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vermieten, sondern einen Teil der Wohnungen zur ortsüblichen Miete anbieten. Dafür sind Standorte vorgesehen, an denen mehr als 50 Wohnungen entstehen. 

Ziel ist es, bis 2024 insgesamt 2.500 kommunale Sozialwohnungen zu bauen. Konkret geplant sind bislang 1.330 an 37 Standorten in ganz Dresden. Bis Ende dieses Jahres sollen 118 Wohnungen fertig sein, im kommenden Jahr weitere 263.

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