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Stadt will Parksündern auf die Spur kommen

Das Thema Verkehrssicherheit beschäftigte den Stadtrat in dieser Woche – und das gleich in vielerlei Hinsicht.

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Von Annett Kschieschan

Es ist eng in den Straßen rund um den Königsbrücker Markt. Genau dort müssen aber eben auch die Busse entlangfahren, ebenso wie die Versorgungsfahrzeuge. „Wenn dann ein Bus stoppen muss, weil jemand direkt im Kreuzungsbereich geparkt hat, ist das ein Problem“, weiß Bürgermeister Heiko Driesnack. Ein Problem, das es im Königsbrücker Zentrum öfter mal gibt. In dieser Woche war es auch Thema im Stadtrat. Dort stand die Verkehrssicherheit im weiteren Sinne als wichtiger Punkt auf der Tagesordnung. Zum Beispiel mit Blick auf das wilde Parken. Um die Probleme hier in den Griff zu bekommen, soll – so der gefundene Konsens – nun öfter kontrolliert werden. „Natürlich zu unregelmäßigen Zeiten, damit man sich nicht darauf einstellen kann“, sagt der Bürgermeister, der sich freilich wünscht, dass es auch ohne Vollzugsdienst ginge. „Wenn jeder noch ein bisschen was von der Fahrschule verinnerlicht hat und ein bisschen Park-Disziplin zeigt, müsste es eigentlich funktionieren“, sagt er.

Noch etwas diffiziler ist das Ganze beim Thema Schulwegsicherheit. Es wurde in Königsbrück in den vergangenen Jahren immer wieder diskutiert, unter anderem mit Blick auf die Großenhainer Straße, an der sich vor allem Eltern einen durchgängigen Fußweg und einen Zebrastreifen wünschen. Wünsche, die so einfach nicht zu erfüllen sind. Um einen durchgängigen Fußweg anzulegen, müssten der Stadt die benötigten Grundstücksflächen gehören. Das ist nicht der Fall. „Und für einen Zebrastreifen reicht das Verkehrs- und das Fußgängeraufkommen nicht aus. Das hat eine Verkehrszählung ergeben“, so Heiko Driesnack. Zumindest habe die Stadt das „Vorsicht – Schulkinder“-Schild ein Stück nach vorn gerückt, um noch eher auf den potenziellen Schulweg aufmerksam zu machen. Das alles wissen die meisten Königsbrücker. Die Wünsche nach mehr Sicherheit bleiben aber. Das sei durchaus verständlich, so der Bürgermeister. Große Veränderungen seien aber – eben auch mit Blick auf Verkehrsschauen und -zählungen – so leicht nicht umsetzbar. Der Königsbrücker Bürgerpolizist Jens Schlicht und Ute Pielarski von der Unteren Straßenverkehrsbehörde im Bautzener Landratsamt waren zu ihren Erfahrungen befragt worden. Konkrete Schwerpunkte mit hohem Gefahrenpotenzial gibt es demnach in Königsbrück nicht. Trotzdem will die Stadt am Thema dranbleiben – etwa bei der nächsten Verkehrsschau.