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Stadtfest bitte ohne Politik

über linke Musik auf der Jugendbühne

Robert Reuther

Die Gruppe Feine Sahne Fischfilet hat sich in der jüngsten Vergangenheit ihre Lorbeeren verdient. Nicht umsonst wird sie zu solch bekannten Festivals wie das Melt und Highfield eingeladen. Und das sollte jeder den sechs Rostockern gönnen, immerhin ist das Musikgeschäft hart, gerade, wenn es um rohen Punkrock mit politischem Hintergrund geht. Und jenen Veranstaltern kann es auch egal sein, ob die Gruppe nun vom Verfassungsschutz beobachtet wird oder nicht. Immerhin sind die Tickets zu einem solchen Festival teuer. Und die Chance, dass sich Links- und Rechtsradikale bei einem Festival eine Massenschlägerei liefern, ist verhältnismäßig gering.

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Nun ist ein Stadtfest aber etwas ganz anderes. Und Gerti Töpfer und Thoralf Koß haben vollkommen recht, wenn sie sagen, dass es den Menschen dort vor allem um Spaß geht. Sie gehen auf eine solche Veranstaltung, um einmal etwas zu erleben, um den Alltag einmal hinter sich zu lassen. Wohl kaum einer will dort politische Statements hören, egal welcher Couleur. Sonst könnten auch gleich alle Parteien, die zur Bundestagswahl antreten, eine Bühne sponsern und in Parteifarben Wahlkampf betreiben während des Stadtfestes. Das würde auch niemanden gefallen.

Daher ist die Entscheidung letztlich richtig, das Konzert von Feine Sahne Fischfilet zu verlegen. Noch besser wäre es allerdings gewesen, diese Diskussion vollkommen zu vermeiden. Denn die Rechten werden diesen Fauxpas sicherlich für sich als Erfolg verbuchen. Und das hätte nun wahrlich nicht sein müssen.