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Freital

Stadtgeburtstag nimmt Fahrt auf

Der Plan durchs Jahr muss 2021 festgeklopft werden. Dafür kommt bald Unterstützung.

Die 100 verpflichtet: Freital will ein Festjahr ausrichten. Dafür wird ein großes Veranstaltungspaket geschnürt.
Die 100 verpflichtet: Freital will ein Festjahr ausrichten. Dafür wird ein großes Veranstaltungspaket geschnürt. © Andreas Weihs

Freitals stählerne „100“, die alle Passanten auf das Gründungsjubiläum 2021 aufmerksam machen soll, steht momentan am Pesterwitzer Dorfplatz. Allerdings wird das Kunstwerk dort nicht lange verweilen: Geplant ist, den Koloss etwa im Monatsrhythmus in einen anderen der 15 Freitaler Stadtteile zu verfrachten. Als nächstes ist Niederhäslich an der Reihe. Genauso rührig, wie die „100“ durch Freital tourt, laufen auch die Vorbereitungen auf das Jahrhundertfest. Und so langsam wird es ernst: In gut 15 Monaten beginnt das Jubiläumsjahr. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Wie viele Veranstaltungen sollen stattfinden?

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Die Verwaltung hat immer betont, dass das Festjahr von Freitalern für Freitaler und Gäste veranstaltet werden soll. Es wird also außer den gesetzten Größen wie Osterspektakulum, Windbergfest, Weihnachten auf Schloss Burgk um ganz viel Eigeninitiative gehen. Stattfindet, was von Vereinen, Initiativen, Gewerbetreibenden oder Privatleuten organisiert wird. Dafür gab es eine Ideensammlung in Form einer Postkartenaktion. Etwa 300 Vorschläge wurden eingereicht. Diese sind inzwischen systematisch geordnet und zu gut 160 Ideen zusammengefasst. Für etliche gibt es bereits Akteure, die sich bereit erklärt haben, die Vorschläge weiterzuverfolgen und umzusetzen. Dazu gehören beispielsweise Straßenfeste, organisierte Wanderungen und Sportveranstaltungen, aber auch die Auflage von Souvenirs, Büchern oder Plaketten. Einige Ereignisse stehen schon fest. So sollen am Somsdorfer Berg die Europameisterschaften im Speeddown, also im Seifenkistenrennen, stattfinden.

Werden noch Ideen für das Festjahr gesucht?

Eher nicht. Denn um die 40 Vorschläge aus der Poskartenaktion stehen noch auf einer Liste und warten auf Freitaler, die sich ihrer annehmen. Unter anderem geht es um ein Open-Air-Kino, einen Weltrekordversuch, das Backen eines Riesenkuchens und Aktionen zum Mühlentag. Am Donnerstag, den 10. Oktober, findet in der Lessingschule eine Informationsveranstaltung statt, um solche Ideen an den Mann zu bringen. Jeder kann dazukommen und mitdiskutieren. Zudem soll die Zeit genutzt werden, um sich besser kennenzulernen und sich zu vernetzen. Ziel ist es, die Liste mit den restlichen Ideen weiter zu verkürzen.

Wie viele Personen sind in die Vorbereitungen bereits einbezogen?

Es gibt vier Koordinierungskreise. Die beschäftigen sich unter verschiedenen Aspekten mit der Weiterentwicklung und Vorbereitung der einzelnen Ideen. Bei „Freital bewahrt“ geht es um Geschichte. „Freital bewegt“ wird sich mit Vorschlägen zum Thema Sport, Spiele und Mitmach-Aktionen befassen. Um kulturelle Veranstaltungen geht es bei „Freital begeistert“. Etliche Vorschläge kamen auch zur Verbesserung des Stadtbildes, hierum wird sich die Mannschaft von „Freital beeindruckt“ kümmern. Insgesamt sind 25 Personen in den Arbeitsgruppen, dazu kommen für einzelne Ideen bereits Zusagen von Privatpersonen, Einrichtungen oder Vereinen.

Wie will die Stadt die Vorbereitungen unterstützen?

Ein Projektmanager soll den verschiedenen Organisatoren bei den Planungen und Durchführungen zur Hand gehen. Dafür wurde im Frühsommer eine Stelle ausgeschrieben, die mittlerweile vergeben wurde. Der- oder diejenige soll Mitte Oktober mit der Arbeit beginnen. Namen möchte der Erste Bürgermeister Peter Pfitzenreiter (CDU) noch keine nennen. „Es ist auf jeden Fall jemand, der sich mit Stadtjubiläen auskennt“, sagt Pfitzenreiter. Der Manager soll die Vorbereitungen koordinieren, Fördermittel akquirieren, Zeitpläne aufstellen und auch die Stadtverwaltung auf dem Laufenden halten. In der Stadtverwaltung rechnet man durchaus damit, dass die Vorbereitungen nicht ganz ruckelfrei verlaufen. „Es kann sein, dass etwas nicht wird, ausfällt oder am Ende anders verläuft als gedacht“, sagt Pfitzenreiter.

Wer ist für den Tag der Sachsen verantwortlich?

Das Fest soll vom 10. bis 12. September 2021 stattfinden und ist, was die Organisation und Ausgestaltung anbelangt, eine Mischung: Sowohl die Freitaler selbst als auch viele Gäste bereiten es gemeinsam vor. Zum einen gibt es gewisse Vorgaben und feste Veranstaltungspunkte. Dazu gehören beispielsweise der Umzug, eine Vereinsmeile und die Bühnen der Funkhäuser. Eine Agentur wird beratend zur Seite stehen und einige Programmpunkte federführend organisieren. Aber es gibt auch genügend Möglichkeiten für die Freitaler, dem Tag der Sachsen einen eigenen Stempel aufzudrücken. Mit der Koordination wird ein weiterer Projektmanager beauftragt. Er soll 2020 eingestellt werden.

Welche Kosten kommen auf die Stadt zu?

Jede Ausrichterstadt des Tages der Sachsen bekommt 250.000 Euro für laufende Kosten sowie 450.000 Euro für Investitionen. Mit diesem Geld kann die Stadt beispielsweise Straßen oder Plätze, die für den Tag der Sachsen aufgehübscht werden sollen, sanieren. Hinzu kommen 40.000 Euro an Hilfe für die Vereinsbühnen und 20.000 Euro für Sicherheitsmaßnahmen. Außerdem zahlt der Freistaat die Lizenzgebühren für das Abspielen von Musik, er übernimmt die Kosten für die Anfahrt der Vereine aus ganz Sachsen und stellt außerdem Absperrgitter, Betonsteine und Polizeikräfte kostenslos zur Verfügung. Alles in allem ist das ein Paket von einer Million Euro. Die Stadt rechnet dennoch damit, dass sie zusätzlich 665.000 Euro selber beisteuern muss.

Öffentliche Informationsveranstaltung am 10. Oktober in der Lessingschule von 18 bis 20 Uhr.

Informationen zwischendurch aufs Handy: www.szlink.de/whatsapp-regio.

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