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Stadtgut Stolpen wird umgebaut

Das ehemalige Stadtgut von Stolpen lebt wieder auf. Nach dem Verkauf durch die Stadt an die Dresdnerin Katja Liebscher wird hier an allen Ecken und Enden gebaut. Der Hof des Reit- und Fahrvereins Zur Burg Stolpen wächst.

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Von Anja Weber

Das ehemalige Stadtgut von Stolpen lebt wieder auf. Nach dem Verkauf durch die Stadt an die Dresdnerin Katja Liebscher wird hier an allen Ecken und Enden gebaut. Der Hof des Reit- und Fahrvereins Zur Burg Stolpen wächst. Mit Hilfe ihrer Familie und von Freunden erfüllt sie sich hier im Pferdeland Liebscher einen Lebenstraum.

In den letzten Wochen wurde der alte Stall komplett umgebaut und saniert. Dort wird künftig Heu und Stroh gelagert. Außerdem kann die Fläche in dem Stall für Veranstaltungen genutzt werden. Erst kürzlich fertig geworden ist der neue Reitplatz. Auf den ist Katja Liebscher besonders stolz. Hier kann sie nicht nur ihre Hobbyreiter unterrichten, sondern auch diejenigen, die sich für den Leistungssport entscheiden. Die Lizenz dafür hat Katja Liebscher.

Erst kürzlich wurde sie für ihre Leistungen bei der dritten Konferenz für Ausbildung im Pferdesport in Münster mit der Lütke-West-hues-Auszeichnung geehrt. Diese gibt es für außergewöhnliche Leistungen im Rahmen ihrer Trainer-B-Prüfung, die sie an der Landesreit- und Fahrfachschule in Moritzburg mit einem Notendurchschnitt von 1,2 bestand. Damit hat sie sich in der Fachrichtung Leistungssport Springreiten qualifiziert. „Ich versuche ständig, mich mit Gleichgesinnten weiterzubilden. Denn die Anforderungen steigen auch bei uns als Trainer“, sagt sie.

Sie setzt bei ihrer Ausbildung vor allem auf Qualität, und sie will ihren Schützlingen viel mit auf den Weg gegeben. Dazu gehört auch, dass diese lernen, Verantwortung für die Pferde zu übernehmen, sie füttern und pflegen und nicht nur auf ihnen reiten. Neben der Ausbildung bietet Katja Liebscher auf ihrem Hof auch Reiterferien für Kinder an oder sie ist bei verschiedenen Turnieren zu Gast. Außerdem nimmt sie an Veranstaltungen der Stadt teil, wie zum Beispiel bei Stadtfesten oder der kürzlichen Pferdekirmes. Außerdem veranstaltet sie auf ihren Hof Kinderfeste, und am 14. August lädt sie zum Tag der offenen Tür ein. An diesem Tag präsentieren die etwa 20 Mitglieder des Reit- und Fahrvereins ihr Können der Öffentlichkeit. Besonders stolz ist Katja Liebscher, dass auf ihrem Hof inzwischen auch der erste eigene Pferdenachwuchs auf die Welt gekommen ist. Zwei weitere Fohlen werden noch erwartet. „Wir wollen auf jeden Fall die Pferdezucht fortsetzen“, sagt sie. Und sie hat noch mehr Pläne. So will sie jetzt über Sponsoren einen Pferdetransporter kaufen. Mit dem werde es leichter, die Kinder und Jugendlichen zu ihren Turnieren zu fahren. Langfristig ist auch eine Reithalle geplant. Doch da gestalte sich die Finanzierung noch etwas schwierig, sagt Katja Liebscher.

Im nächsten Jahr will sie dann auch ein eigenes Breitensportturnier organisieren.

Informationen: www.pferdeland-liebscher.de