merken
PLUS

Stadträte fordern OB zum Rücktritt auf

Die Oppositionsfraktionen werfen Andreas Erler Versagen vor. Neu ist ihre Kritik aber nicht.

Die Luft für Bischofswerdas Oberbürgermeister Andreas Erler (CDU) wird immer dünner. Jüngst ist er im Stadtrat zum Rücktritt aufgefordert worden. Die Erklärung verlas der SPD-Abgeordnete Dr. Ernst Wirth im Namen seiner und der Fraktionen Die Linke sowie Bürger für Bischofswerda und damit der gesamten Opposition. „Wir bitten Sie in aller Freundlichkeit und Höflichkeit, dennoch nachdrücklich und alternativlos um einen sofortigen Rücktritt als Oberbürgermeister“, sagte Wirth.

Die Rücktrittsforderer kritisieren Erler massiv für dessen Amtsführung, werfen ihm Versagen in wesentlichen Punkten vor, darunter, dass „zwei junge und sehr engagierte Mitarbeiter der Verwaltung“ das Rathaus per Kündigung freiwillig verlassen. Einige der Stadträte hatten aus denselben Gründen schon die Vereidigung des OBs vor wenigen Wochen demonstrativ verlassen. Die latente Kritik am Bischofswerdaer Stadtoberhaupt ist älter. Dr. Ernst Wirth in seiner Erklärung: „Die Bevölkerung weiß um die Gebrechen und Probleme in der Stadtverwaltung.“

Anzeige
Lohnt sich ein Autokauf bis Jahresende?
Lohnt sich ein Autokauf bis Jahresende?

Jetzt noch von 16% Mwst beim Autokauf profitieren!

Der Oberbürgermeister reagierte auf den Angriff auf ihn und sein Amt während der Sitzung mit keinem Wort. Nicht im öffentlichen Teil. In einem SZ-Gespräch vor wenigen Tagen auf die Probleme und die massive Kritik an seiner Amtsführung angesprochen, sagte Erler, er sehe keinen Grund, das Handtuch zu werfen.

Oberbürgermeister Andreas Erler ist seit 1990 Stadtoberhaupt in Bischofswerda. Seine Wahl 2008 war vor Gericht angefochten worden, genauso wie die Wiederholungswahl 2010. Beide Male ginge es um unlauteren Wahlkampf. Nach mehreren Instanzen wurde die Wahl von 2010 schließlich bestätigt, der OB dadurch aber erst kürzlich vereidigt. (SZ/ass)