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Stadtrat für Schulneubau in Goldbach

Die SPD-Fraktion fordert Geld vom Land – und nimmt dafür die Landtagsabgeordneten der eigenen Partei in die Pflicht.

© dpa

Bischofswerda. Acht SPD-Landtagsabgeordnete haben am Wochenende Post aus Bischofswerda bekommen. Aniko Heinze, die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, fordert in einer Mail „alle Entscheidungsträger im Land auf, die finanziellen Grundlagen für den geplanten Ersatzneubau der Grundschule Goldbach sicherzustellen“. Finanziert werden könnte der Bau entweder über Restmittel des Bundes, die für die Sanierung bzw. den Neubau von Schulen bereitgestellt werden, oder über das sächsische Programm für den Schulhausbau. Der Eigenanteil der Stadt ist auf Grundlage einer Kostenschätzung gesichert. Auch die Gemeinde Rammenau, deren Grundschüler ebenfalls in Goldbach unterrichtet werden, bekennt sich zu diesem Vorhaben.

Schule als moderne Einheit

Die Mail von Aniko Heinze ging an jene SPD-Landtagsabgeordnete, die im Haushalts- und Finanzausschuss bzw. dem Schul- und Sozialausschuss mitarbeiten. „Die neue Goldbach-Schule ist als moderne Einheit konzipiert und ermöglicht einen zeitgemäßen Unterricht sowie die Pflege von gemeinsamen Werten. Sie gibt damit jungen Familien einen guten Grund für eine Zukunft im ländlichen Raum. Wir erwarten von unseren Landtagsabgeordneten, dass sie die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, um eine Finanzierung sicherzustellen“, schreibt die Vorsitzende der Stadtratsfraktion. Ihrer Mail voraus ging Ende Juni ein Treffen von Stadträten mit Ortschaftsräten aus Goldbach, Großdrebnitz und Weickersdorf. „Dort wurde über Probleme beraten, auch darüber, wo wir unsererseits Druck ausüben können“, sagte Aniko Heinze der SZ.

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Über Neubau oder Sanierung wird noch entschieden

Ob das vorhandene, rund 100 Jahre alte Schulgebäude saniert oder durch einen Neubau ersetzt wird, ist noch nicht endgültig entschieden. Doch sowohl Stadt als auch Ortschaftsrat favorisieren einen Neubau, der nach der bisherigen Kostenschätzung sogar etwas billiger als eine Komplettsanierung des alten Schulhauses wäre. Dafür soll der Altbau abgerissen werden. Ein Neubau biete mehr Möglichkeiten hinsichtlich der Raumaufteilung, sagen dessen Befürworter. Hinzu komme, dass beim Altbau der Keller feucht und das Dach nicht ausbaubar sei, man dadurch also keine zusätzlichen Räume gewinnen könne. Wie es im April auf einer Ortschaftsratssitzung hieß, sei frühestens im Jahr 2020 mit einem Baustart zu rechnen. (SZ/ir)