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Stadtrat genehmigt Umgestaltung des Rathausplatzes

Das starke Gefälle auf dem Areal soll durch zwei Stufen ausgeglichen werden. Wann die Bauarbeitenbeginnen, ist nach wie vor unklar.

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Von Julia Polony und Gunter Niehus

Der Rathausplatz soll zwischen 2007 und 2009 in zwei Bauabschnitten neu gestaltet werden. Das hat gestern der Riesaer Stadtrat beschlossen. Das Konzept ist so ausgerichtet, dass der Platz belebter wird und auch als Freizeit- und Erlebnisbereich genutzt werden kann. Mit der Umgestaltung des Platzes möchte die Stadt Riesa an dem Wettbewerb „Ab in die Mitte - die City-Offensive Sachsen“ teilnehmen.

Wegen des starken Gefälles des Rathausplatzes wird der obere Teil terrassenartig in zwei Stufen gestaltet. Die erste Ebene reicht von der Schlossstraße bis zur Großenhainer Straße. „Mit dem Zunftbaum im Mittelpunkt wird dieser Bereich Kernpunkt des Platzes“, hatte Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer (CDU) das Konzept im Vorfeld beschrieben.

Das Eckhaus Großenhainer Straße 1 hat die Stadt jetzt gekauft. Nach der Sanierung soll dort später ein Straßencafé einziehen. Die Ebene um den Zunftbaum ist barrierefrei zu erreichen, die zweite wird durch Treppen erschlossen. Auf beiden Plateaus entstehen Sitzmöglichkeiten, Grünpflanzen, ein Wasserspiel, Lichtspiel und künstlerische Elemente. „Die Terrassen haben einen Bühneneffekt, der wunderbar für Veranstaltungen genutzt werden kann“, so Gerti Töpfer.

Höhenmäßig unverändert bleibt der Bereich des Parkplatzes. Die Straße vor der Käthe-Kollwitz-Schule wird in die Platzgestaltung mit eingebunden. Fahrzeuge können dort dann nicht mehr fahren. Damit wird der Eingang des denkmalgeschützten Gebäudes hervorgehoben.

Eine große Unbekannte gibt es in dem Konzept aber noch: die Käthe-Kollwitz-Schule. Dort ist zurzeit die Berufsschule für Wirtschaft untergebracht – eine Einrichtung des Landkreises. Doch in einigen Jahren soll sie in das im Bau befindliche Berufsschulzentrum für Technik an der Paul-Greifzu-Straße einziehen. „Was wird denn nun aus der Schule?“ wollte SPD-Stadtrat Günter Colve gestern Abend wissen. Landrat Rainer Kutschke (CDU) habe ihm in einem Gespräch mitgeteilt, dass der Kreis für das Gebäude künftig definitiv keine Verwendung mehr habe. „Es gab dazu erste Gespräche mit dem Regierungspräsidium“, antwortete Gerti Töpfer. Ohne allerdings auf die Inhalte dieser Unterredungen einzugehen.

Wann der erste Bauabschnitt – das Anlegen der zwei Ebenen und das Einbeziehen der Straße vor der Berufsschule in den Platz – in Angriff genommen wird, ist noch nicht klar. Darüber war Kurt Hähnichen (CDU) gar nicht glücklich. „Es wäre gut, wenn der Platz zum Stadtjubiläum 2007 fertig ist“, regte er an. Doch da konnte ihm die Stadtverwaltung wenig Hoffnung machen.