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Stadtrat wacht über Fördertopf

Eine zusätzliche Geldquelle soll helfen, neue Projekte in Stolpen umzusetzen. Dafür braucht die Stadt Sponsoren – und Kontrolle.

Von Anja Weber

Die Stadt Stolpen zapft einen neuen Fonds für Wunsch-Projekte an. Dabei handelt es sich um den sogenannten Verfügungsfonds. Überwacht wird der Fonds von einem Gremium. Das stellt einen Plan auf, wie das Geld aus dem Verfügungsfonds angelegt wird. Inzwischen stehen diejenigen fest, die über das Geld wachen sollen. Die Besetzung des Gremiums sei nicht ganz einfach gewesen, sagt Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Der Stadtrat will ein Wörtchen mitreden. Allerdings war eine Mitgliedschaft aus dessen Reihen bislang nicht vorgesehen. „Aus dem Stadtrat sollte aber schon jemand dort vertreten sein. Der neue Stadtrat sollte jemanden bestimmen, der dort Mitglied wird“, sagte CDU-Fraktionschef Matthias Zumpe. So wurde es dann auch beschlossen.

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Die Idee des Verfügungsfonds ist: Viele Leute zahlen Geld ein, auch die Stadt und der Freistaat, damit am Ende für viele auch wieder etwas herauskommt. Möglich ist das, weil die Stadt Stolpen in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen wurde. „Erste Gespräche mit potenziellen Unterstützern hat es bereits gegeben“, sagt der Bürgermeister. Ziel sie es, noch einige mehr zu finden. Das Prinzip funktioniert so: Der Freistaat und die Stadt Stolpen zahlen jeweils 25 Prozent in den Fonds ein, die restlichen 50 Prozent müssen von Privatleuten aufgebracht werden, sei es in Geldleistungen oder auch in Sachleistungen, dazu zählen auch Arbeitsstunden. Aus diesem Fonds können zusätzliche Projekte bezahlt werden, für die es sonst keine Zuschüsse gibt. Die Stadt hat für dieses Jahr 25 000 Euro eingeplant. Erste Vorstellungen für Projekte gibt es ebenfalls schon. So könnte der naturkundliche Rundweg neu beschildert werden.