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Frist für Hausbesitzer in Sebnitz läuft

Sebnitz schließt sein Stadtsanierungsprogramm ab. Wer bisher noch keine Ausgleichsbeiträge gezahlt hat, bekommt bald Post.

Marktplatz in Sebnitz. Das Sanierungsgebiet reicht deutlich darüber hinaus.
Marktplatz in Sebnitz. Das Sanierungsgebiet reicht deutlich darüber hinaus. © Daniel Schäfer

In den zurückliegenden 30 Jahren seit der Wende hat sich das Bild der Sebnitzer Innenstadt sichtbar verändert. Zahlreiche Häuser und Straßen wurden saniert, Brachen weggerissen und durch Spielplätze oder Parkplätze ersetzt. Im Falle von öffentlichen Gebäuden und Flächen passierte das mit Fördermitteln von Bund und Land, auch Privatleute konnte sich die Sanierung fördern lassen. Zu den größten Projekten gehören die Neugestaltung des Marktplatzes, die Sanierung des Gymnasiums oder zuletzt der Bau eines Parkplatzes an der Schillerstraße.

Per Beschluss hat der Stadtrat des seit 1992 laufende Sanierungsprogramm "Stadtzentrum Sebnitz" nun offiziell abgerechnet und beendet. Das Sanierungsgebiet, das im Laufe der Jahre mehrmals erweitert wurde, gilt somit als abgeschlossen. Für alle Hausbesitzer, die bisher noch keine Ausgleichsbeträge gezahlt haben heißt das, dass sie in absehbarer Zeit einen Bescheid in ihrem Briefkasten finden werden. 

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Da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass sich durch die allgemeine Sanierung im Stadtgebiet auch der Wert der Grundstücke erhöht, werden deren Eigentümer laut Baugesetzbuch an den Kosten beteiligt. Das Sanierungsgebiet in Sebnitz umfasst das Stadtzentrum rings um den Markt und die Hertigswalder Straße, aber auch Lange Straße, Weberstraße, Neustädter Weg und Teile der Schillerstraße.  

Für insgesamt 385 Grundstückseigentümer ist dies schon geklärt. Sie haben in den vergangenen Jahren eine sogenannte freiwillige Ablösevereinbarung mit der Stadt getroffen und ihre Beiträge gezahlt. Wer dies innerhalb bestimmter Fristen getan hat, kam mit Rabatten von 20 oder zehn Prozent günstiger davon. Insgesamt haben die Hausbesitzer dabei 731.000 Euro an die Stadt überwiesen. 

Für rund 110 Grundstücke stehen die Beiträge noch aus. Deren Eigentümer wollten oder konnten von der vorfristigen Zahlung keinen Gebrauch machen. Zunächst wird nun ein  Gutachterausschuss des Landkreises ein Wertgutachten erstellen, in dem festgelegt wird, wie stark sich der Wert der Grundstücke im Sanierungsgebiet gestiegen ist. Anhand dessen werden dann die Beiträge berechnet. Bis die Bescheide zugestellt werden, kann es schätzungsweise ein bis zwei Jahre dauern.

Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Ausgleichsbeiträge für die Hauseigentümer, die bisher noch nicht gezahlt haben, nun höher ausfallen werden, da der Wert der Grundstücke inzwischen höher eingeschätzt wird. Das letzte Gutachten, auf dem die vorfristigen Ablösevereinbarungen beruhen, stammt von 2012. 

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