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Stadtwerke erhöhen Trinkwasserpreise

Nach fünf Jahren steigt die Grundgebühr. Das liegt an einer Entwicklung, die nicht aufhaltbar scheint.

Von Gabriel Wandt

Fünf Jahre lang hat sich an den Trinkwasserpreisen in Löbau nichts geändert, jetzt haben die Stadtwerke aber doch auf die allgegenwärtigen Kostensteigerungen reagieren müssen: Schon zum 1. Januar hat das kommunale Unternehmen den Grundpreis angehoben. Das hat die Geschäftsleitung jetzt der SZ bestätigt.

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Um 2,46 Euro netto ist der Grundpreis jetzt bei der weit verbreiteten kleinen Wasserzählergröße bis zum Querschnitt von 2,5 Kubikmetern pro Stunde teurer geworden. Damit liegt er jetzt, zusammen mit der Mehrwertsteuer, bei 10,05 Euro. Die Kosten, die auf das verbrauchte Wasser anfallen, sind unverändert geblieben: So kostet der Kubikmeter Trinkwasser brutto weiterhin 1,99 Euro.

Veränderungen hat es mit dem Jahreswechsel auch in der Unternehmensleitung der Stadtwerke gegeben. Als neuer technischer Geschäftsführer ist jetzt Joachim Neumann tätig, der zuvor den Bereich Energie leitete. Jana Otto ist bereits seit gut einem Jahr kaufmännische Geschäftsführerin. Beide wollen den Kurs, den der langjährige Chef Andreas Berthold verfolgt hat, weiterführen. Die Stadtwerke sollen der große Versorger vor Ort sein und ihren Kunden alle Bereiche anbieten. Vor diesem Hintergrund passt auch die Entscheidung, dass das Unternehmen jetzt das hiesige Gasnetz von der Enso übernommen hat Die entsprechenden Konzessionen waren zuvor turnusgemäß ausgelaufen, bei der Neuvergabe hatten die Stadtwerke den Zuschlag erhalten.

Die diversen Anlagen und Netze der Stadtwerke befänden sich in einem guten Zustand, erklärten die Geschäftsführer diese Woche. Herausragende Investitionen seien deshalb nicht geplant. Die kontinuierliche Erneuerung, beispielsweise von Trinkwasserleitungen, werde aber weiter verfolgt, etwa bei Straßenarbeiten, bei denen es sich anbietet, in einer vorhandenen Baustelle ebenfalls tätig zu werden. Gebiete, in denen die Netze besonders marode werden, gebe es aber nicht. Schließlich sei in den vergangenen Jahren allerorten viel investiert worden.

Die Kosten in neue Leitungen waren trotzdem ein Grund für die jetzt erfolgte Preiserhöhung. Länger als fünf Jahre dürfen Preiskalkulationen laut Gesetzgeber ohnehin nicht laufen, erklärt Jana Otto. Eine grundlegende Neuberechnung war also sowieso fällig. Wie lange die neuen Preise stabil gehalten werden können, lasse sich nicht vorhersagen. Generell sei man selbstverständlich daran interessiert, die Preise über einen längeren Zeitraum stabil zu lassen. Trotzdem wird jährlich nachgerechnet, ob die geltenden Preise zu halten seien. „Ein längerer Zeitraum ist angedacht, aber wir unterliegen auch wirtschaftlichen Zwängen“, sagt Jana Otto.

Reagieren müssen die Stadtwerke auch auf den anhaltenden Bevölkerungsrückgang. In den vergangenen zehn Jahren ist die Absatzmenge beim Trinkwasser um rund zehn Prozent zurückgegangen. Aktuell liefern die Stadtwerke jährlich rund 840 000 Kubikmeter. Gründe für den Rückgang sind das Sparverhalten der Kunden, aber vor allem der demografische Wandel. Und während beim Sparen irgendwann eine Untergrenze erreicht sei, sei dies beim Abnehmen der Bevölkerungszahl nicht absehbar, meint Frau Otto.

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