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Strom kostet in Görlitz bald mehr

Die Stadtwerke geben höhere Kosten an der Strombörse und durch staatliche Umlagen an die Kunden weiter. Doch auch ein Wechsel will gut überlegt sein.

Von Sebastian Beutler
 2 Min.
Der Strompreis erhöht sich in Görlitz
Der Strompreis erhöht sich in Görlitz © ZB

Die Görlitzer Stadtwerke erhöhen zum 1. März ihre Strompreise. Das teilte das Versorgungsunternehmen in Schreiben ihren Kunden mit. So erhöht sich beispielsweise der Arbeitspreis beim viel nachgefragten Sondertarif SWG/Strom um 0,69 Cent pro Kilowattstunde von 27,820 auf 28,510 Cent pro Kilowattstunde. Der Grundpreis bleibt stabil. Beim teuersten Tarif, der sogenannten Grundversorgung, steigt der Arbeitspreis um 1,49 von 30,810 Cent pro Kilowattstunde auf 32,300. Auch hier bleibt der Grundpreis stabil.

Hunderte Versorger erhöhten die Preise schon

Stadtwerke-Vorstand Matthias Block begründet gegenüber der SZ die Erhöhung mit dem Preisanstieg an der Leipziger Strombörse. Zudem treiben staatlich verordnete Umlagen den Preis hoch. So heißt in den Informationsschreiben, dass insbesondere die Erhöhung der Ökostrom-Umlage auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde an die Kunden weitergegeben werden müssten. Auch die von der Bundesregierung versprochene Senkung der Umlagen im Zuge der höheren Abgaben auf CO2 würden nach Ansicht von Block die Preise nicht deutlich reduzieren. Der Stadtwerke-Vorstand nahm aber für sein Unternehmen in Anspruch, die Preise geringer als vergleichbare Firmen anzuheben. 

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Die meisten der Konkurrenten hatten in der Tat bereits zum Jahresanfang ihre Strompreise nach oben angepasst. Nach Angaben des Vergleichsportals Verivox erhöhten zum Jahresauftakt annähernd 200 Versorger ihre Preise. Die meisten begründeten diesen Schritt wie die Görlitzer Stadtwerke mit der gestiegenen Ökostrom-Umlage. Im Schnitt verlangen die Versorger 5,5 Prozent mehr. In Görlitz liegt die Steigerung beim Spartarif SWG/Strom bei rund 2,5 Prozent.

Wer wechseln will, muss aufpassen

Alle Kunden der Stadtwerke haben nun ein Recht, wegen der Preiserhöhungen ihren Vertrag zu kündigen. Allerdings sollte ein solcher Schritt erst nach reiflicher Überlegung gegangen werden. In einer aktuellen Studie warnt der Marktwächter Energie, ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Verbraucherzentralen, vor Stromtarifen mit Bonuszahlungen. Oft würden Anbieter mit einem besonders niedrigen Preis im ersten Jahr locken. Der dafür eingeräumte Bonus entfällt allerdings meist im zweiten Jahr, sodass der Kunde dann vergleichsweise mehr als beim alten Anbieter zahlt.

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