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Stadtwerke holen Eisarena heim

In diesem Jahr wollen die Stadtwerke die Eisbahn auf ihrem Betriebsgelände aufbauen. Das hat verschiedene Gründe.

Der neue Standort hat viele Vorteile. Die vielen Parkplätze in unmittelbarer Nähe gehören dazu.
Der neue Standort hat viele Vorteile. Die vielen Parkplätze in unmittelbarer Nähe gehören dazu. © - Dietmar Thomas

Döbeln. Die Eisarena der Stadtwerke ist seit einigen Jahren die Attraktion im weihnachtlichen Döbeln. Bei der siebten Auflage wird aber vieles anders. Die Eisbahn wird dieses Mal nicht auf dem Obermarkt stehen, sondern direkt auf dem Gelände der Stadtwerke an der Rosa-Luxemburg-Straße. Und dafür gibt es einige Gründe.

Bisher war die Eisarena immer der Mittelpunkt des Döbelner Weihnachtsmarktes. Aber Stadtverwaltung und Stadtwerbering werden dieses Jahr ein anderes Konzept ausprobieren. Statt zwei Wochen auf dem Obermarkt, wird der Weihnachtsmarkt an einem verlängerten Wochenende auf dem Niedermarkt ausgerichtet. 

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Das hat die Stadtwerke bewogen, aufgrund einiger Umstände auch den Standort für die Eisarena zu verlagern. Stadtwerkechef Gunnar Fehnle findet das schade. „Die Eisbahn war eine Bereicherung für die Innenstadt. Bei der Eröffnung waren etwa 500 Leute da, und auch die anderen Veranstaltungen waren gut besucht. Die Anbieter von Speisen und Getränken waren zufrieden“, sagte er.

Stadtwerkechef Gunnar Fehnle (kleines Bild von links), Prokuristin Simone Friedrich und Sebastian Gasch stehen mit Schneeschieber und Schlittschuhen auf dem Hof der Stadtwerke. Dort wird in diesem Jahr für zwei Wochen die Eisarena aufgebaut.
Stadtwerkechef Gunnar Fehnle (kleines Bild von links), Prokuristin Simone Friedrich und Sebastian Gasch stehen mit Schneeschieber und Schlittschuhen auf dem Hof der Stadtwerke. Dort wird in diesem Jahr für zwei Wochen die Eisarena aufgebaut. © - Dietmar Thomas

Mit der Eisarena ohne Weihnachtsmarkt auf dem Obermarkt zu bleiben, war für die Stadtwerke nicht akzeptabel. „Es hatte Beschwerden von Anwohnern gegeben. An der Arena hätte kein Partyzelt stehen können“, sagte Prokuristin Simone Friedrich. Auch sie bedauert es, dass vom alten Konzept abgewichen wird. „Jetzt haben wir die Eisarena bei uns auf dem Gelände, den Weihnachtsmarkt ist auf dem Niedermarkt. Und der Weihnachtsbaum steht einsam auf dem Obermarkt.“

Der Niedermarkt als Standort wäre keine Alternative gewesen. Dort hätte der Platz um die Eisarena nicht ausgereicht. In der Diskussion sei auch eine Wiese neben der Gaststätte im Bürgergarten als Standort vorgeschlagen worden.

Auf ihrem eigenen Gelände können die Stadtwerke schalten und walten, wie sie wollen. Die Eisarena passt auf den Hof, es müssen nur kleinere Veränderungen vorgenommen werden. Den Standort hält Fehnle grundsätzlich für geeignet. „Bei unserem Familienfest im Sommer kommen auch Massen von Leuten“, so Fehnle. „Wir bauen hier ein kleines Winterdorf auf.“ Nils Götzel und Lars Lemke sollen die Versorgung der Besucher übernehmen.

Ein paar Neuerungen haben sich die Veranstalter einfallen lassen. Die Eisarena bekommt ein Dach. Das macht sie weniger anfällig gegenüber Wetterunbilden. „Im vergangenen Jahr hatten wir vier oder fünf Tage Regen“, sagte Sebastian Gasch, der für die Organisation der Eisattraktion verantwortlich ist. 

Das Eismachen sei auf dem eigenen Betriebsgelände einfacher. Zudem gibt es einen Stromanschluss am Trafohäuschen direkt daneben. Und auch um die Sicherheit der Anlage muss sich der Betreiber weniger Sorgen machen. „Hier schließen wir einfach zu“, sagte Fehnle.

Die Eisbahn wird zwei Wochen lang, vom 29. November bis 15. Dezember, geöffnet sein. „Wir wollen den Besuchern diesmal noch etwas mehr bieten“, sagte Fehnle. So sei an einem Sonnabendvormittag in Zusammenarbeit mit dem Miskus ein Eismärchen geplant. Nikolaus und Weihnachtsmann sollen die Kinder beschenken. 

Auch abends seien ein paar zusätzliche Veranstaltungen vorgesehen. Das traditionelle Eishockeyspiel und das Eisstockschießen wird es weiterhin geben. Bei der Aufsicht und dem Ausgeben der Schlittschuhe wollen die Stadtwerke wieder die Döbelner Vereine einbeziehen. Auch Schulklassen bekommen die Chance, an den Vormittagen Schlittschuh zu laufen.

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