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Stadtwerke von Jena verkaufen ihre VNG-Anteile

Ostdeutsche Kommunen sichern sich Vetorecht beim Leipziger Gasimporteur.

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Jena. Die Sperrminorität der ostdeutschen Stadtwerke am Leipziger Gasimporteur VNG ist gesichert. Nach monatelangem Streit verkaufen die Stadtwerke Jena-Pößneck nun ihr Aktienpaket von 1,04 Prozent an die kommunale Beteiligungsgesellschaft VuB, in der die Anteile der ostdeutschen Kommunen gebündelt sind. Darauf hätten sich beide Seiten gestern außergerichtlich geeinigt, teilte die Sprecherin der Stadtwerke, Ines Zaremba, in Jena mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Damit verfügen die ostdeutschen Stadtwerke mit 25,79 Prozent der Anteile über ein Vetorecht bei dem drittgrößten deutschen Gasimporteur. Der Verkauf erfolgt rückwirkend zum 1. Januar.

Der Einigung war ein langer Streit vorausgegangen, der auch vor Gericht ausgefochten wurde. Die Jenaer waren zu Jahresbeginn aus dem VuB-Verbund ausgetreten und wollten ursprünglich ihr Aktienpaket an den Oldenburger Energieversorger EWE verkaufen, der knapp 48 Prozent an der VNG hält. Doch dem schob das Landgericht Gera einen Riegel vor und räumte den ostdeutschen Kommunen ein Vorkaufsrecht ein. Daraufhin war der Vertrag mit EWE aufgelöst worden. (dpa)