merken
PLUS

Städtisch verordneter Schutz für Dresdens größtes Naherholungsgebiet

Die Heide ist Dresdens bedeutendstes Naherholungsgebiet und gehört seit der Eingemeindung im März 1949 zur Stadt. Vor 45Jahren, am 27. April 1969, erklärten die Dresdner Stadtverordneten die Heide zum...

Die Heide ist Dresdens bedeutendstes Naherholungsgebiet und gehört seit der Eingemeindung im März 1949 zur Stadt. Vor 45 Jahren, am 27. April 1969, erklärten die Dresdner Stadtverordneten die Heide zum Landschaftsschutzgebiet, um den Charakter der Heidelandschaft mit ihren historisch gewachsenen Wegen zu erhalten.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die damals viel größere Heide 1278 in einer Abtretungsurkunde von Markgraf Heinrich dem Erlauchten an seinen Sohn Friedrich. 1372 gelangte sie endgültig in den Besitz der Wettiner. Diese gingen hier gern auf Jagd – von Dresden aus bis zum Jagdschloss Moritzburg. Und sie ließen Saugärten anlegen. In ihnen wurden bis 1820 eingefangene Wildschweine gehalten, die dann bei höfischen Jagden wieder freigelassen wurden. Im Jahre 1831 ging die Heide in den sächsischen Staatsbesitz über, blieb aber Jagdgebiet der Landesherrscher.

Anzeige
Unschlagbare Schnäppchen bei NORMA
Unschlagbare Schnäppchen bei NORMA

Weihnachten rückt immer näher - dafür hat NORMA günstige Angebote für Jeden. Klicken Sie hier und lassen Sie sich von den vielfältigen Angeboten überraschen.

Teile der Heide nutzten Bauern auch immer mal wieder für die Landwirtschaft. Allerdings erwiesen sich dafür die leichten Sandböden als nicht sehr geeignet. Ab 1484 unterstand die Heide dann schon einem Forstamt. Eine erste Karte, die die Wege durch die Heide aufzeigt, gibt es seit 1589. Der kursächsische Markscheider, Landvermesser und Kartograf Matthias Oeder legte sie an.

Eins der ältesten Gasthäuser in der Heide ist das Fischaus an der Radeberger Straße, welches ab 1670 ein Schankrecht besaß. 1476 erhielten die Augustinermönche die Erlaubnis, über eine hölzerne Rohrleitung ihr Kloster in der Neustadt mit Wasser aus einer Quelle in der Heide zu versorgen. Die extra dafür angestauten Speicherteiche nutzte der sächsische Hof im 16. Jahrhundert auch zur Fischzucht und ließ dafür ein Haus für den Teichwärter bauen. Dieses Gebäude als Fischhaus genannt, behielt trotz der baldigen Einstellung der Fischerei seinen Namen. Zunächst zog das kurfürstliche Forstamt in das umgebaute Gebäude ein, später wurde es ein Wirtshaus. Und das gibt es seit dem Jahr 2000 an dieser Stelle wieder. (SZ/md)