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Stahl Riesa gerettet dank Corona

Der Sächsische Fußballverband hat wegen der Pandemie die Saison für beendet erklärt. Die BSG freut es. Denn sie bleibt in der Landesliga, außer wenn ...

Stahl Riesa stand schon auf der Kippe. Doch nun bleibt der BSG der Abstieg mit großer Wahrscheinlichkeit erspart.
Stahl Riesa stand schon auf der Kippe. Doch nun bleibt der BSG der Abstieg mit großer Wahrscheinlichkeit erspart. © Bearbeitet: Jörg Richter

Riesa. Es ist die schlechteste Saison, die die BSG Stahl Riesa seit der Neugründung 2003 bisher gespielt hat. Die treuen Fans des ehemaligen DDR-Oberligisten wurden in den letzten Monaten, als der Fußball noch rollte, auf eine harte Probe gestellt. Dazu kommen noch sechs Punkte Abzug als Strafe, weil der Verein in den letzten Jahren wiederholt nicht genügend Schiedsrichter gestellt hatte. In der Landesliga steht die Ballsportgemeinschaft abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Die sportliche Lage schien aussichtslos. Doch seit Dienstag steht fest: Stahl Riesa muss nicht absteigen! 

Der Sächsische Fußballverband (SFV) hat bekanntgegeben, dass bis Ende Juni auf Landesebene keine Punktspiele mehr angepfiffen werden. Die Saison ist damit beendet.  Der Verband reagiert damit auf die anhaltende Kontaktsperre wegen der Corona-Pandemie. Die Auf- und Abstiegsregeln werden außer Kraft gesetzt. 

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Nachgefragt beim SFV, ob damit der Riesaer Traditionsverein in der Landesliga bleiben darf, antwortet der 1. Vizepräsident Christoph Kutschker: "Das muss Stahl Riesa allein entscheiden, ob sie das wollen." Absteigen müsse die BSG jedenfalls nicht. 

Pandemie belastet Sponsoren

Stahls Pressesprecher Dominic Neitzsch hatte bereits vor Wochen auf einen Saisonabbruch gehofft. Er freut sich über die Entscheidung des Sächsischen Fußballverbandes. "Mit dem Stand von jetzt bleiben wir drin in der Landesliga", sagt er. Aber ganz hundertprozentig sicher sei der Klassenerhalt noch nicht. 

"Mehrere kleinere Sponsoren haben sich wegen Corona schon zurückgezogen", so Neitzsch. Das sei bedauerlich, aber verkraftbar. Anders sehe es aus, wenn einer der großen Sponsoren wegen der Pandemie den Verein nicht mehr finanziell unterstützen kann. Dann wäre der freiwillige Abstieg in die Landesklasse eine Option. Bis zum 15. Juni dürfen die Mannschaften ihr Spielrecht zurückgeben. Aber danach sehe es momentan nicht aus. 

Fraglich ist, ob die Elf von Trainer Andreas Pach auch in der kommenden Saison mit der Bürde des Sechs-Punkte-Abzugs in der Landesliga leben muss. "Damit würde Stahl Riesa doppelt bestraft", findet Neitzsch. Der Verein habe die Geldstrafe für die fehlenden Schiedsrichter an den Verband bereits gezahlt und auch der Punkteabzug war schon in die aktuelle Tabelle eingerechnet. Eine endgültige Entscheidung des SFV steht noch aus.

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