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Stahlfirma weiht Produktionshalle ein

Johannes Kunze, Geschäftsführer und Gesellschafter der Olbersdorfer Guß GmbH, ist optimistisch: Die neue Produktions- und Logistikhalle ist zwar vor der allgemeinen Krise geplant worden, doch sie soll ab Mitte April redlich genutzt werden.

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Von Silke Schoepe

Johannes Kunze, Geschäftsführer und Gesellschafter der Olbersdorfer Guß GmbH, ist optimistisch: Die neue Produktions- und Logistikhalle ist zwar vor der allgemeinen Krise geplant worden, doch sie soll ab Mitte April redlich genutzt werden. Sie wurde sogar so vorgeplant, dass mehr Arbeitsplätze für die Putzer zur Verfügung stehen als zur Zeit benötigt. Die teure Technik zur Absaugung des feinen Staubes, der beim Putzen der Gussteile entsteht, wurde jetzt eingerichtet und muss später nicht zeit- und kostenaufwendig erweitert werden. Auch an die Mitarbeiter wurde gedacht – ganz im Sinne des 75-prozentigen Gesellschafters, der Bauer Maschinen GmbH, die zur Bauer Aktiengesellschaft gehört. Die 14 Arbeitsplätze zur Endbearbeitung erhielten Eichenpflaster.

„Hier kann man viele Stunden stehen, ohne dass die Füße wie auf Beton schmerzen“, sagt Johannes Kunze, der seit 1981 die Produktion leitet. Vor gut einem Jahr übernahm er einen Teil der Geschäftsführung, Hauptgebiet Produktion. Günter Kaminski ist der zweite Geschäftsführer, der Kaufmann bei der Guß GmbH.

Die neue Halle, geplant von der AIZ und gebaut von meist einheimischen Firmen, ist 1000 Quadratmeter groß und hell. Neben den Putzerarbeitsplätzen wird hier der Versand vorbereitet und abgewickelt. Dazu gibt es einen mehrgeschossigen Einbau, in dem auch Kunzes Tochter sitzt. Sie ist in den Betrieb eingestiegen und kümmert sich um das Marketing. Allerdings ist sie eine der wenigen Frauen von 140 Mitarbeitern.

Bereits seit dem dritten Quartal war ein Auftragsrückgang zu verzeichnen. Im letzten Jahr wurden hier noch über 3500 Tonnen Guss gefertigt. Nach Ostern ist wahrscheinlich Kurzarbeit notwendig, um so Arbeitsplätze zu erhalten. In den letzten Tagen wurde fieberhaft an den neuen Außenanlagen gearbeitet. Eine neue Zufahrt mit Schwerlastbetonpflaster soll bei der Halle für die Be- und Entladung der Lkw mit Schwerlastbeton noch entstehen. Ohne Außenanlagen, aber mit Technik kostet die Produktions- und Logistikhalle gut 1,5 Millionen Euro. Am 8.April erfolgt die Endabnahme, dann der Umzug aus den alten, beengten Räumen. Trotzdem gab es bereits gestern Grund zu feiern: Gemeinsam mit Gästen und der Belegschaft wurde die neue Halle eingeweiht.