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Stammkunden bleiben Fleischerei treu

Barbara Frühauf ist in Görlitz eine Instanz. Jetzt erwischte die Corona-Pandemie das Geschäft auf dem Demianiplatz voll. Doch sie bleibt zuversichtlich.

Ein Bild aus besseren Zeiten: Barbara Frühauf zeigt Bratwürste, für die ihre Fleischerei bekannt ist, ganz ohne Mundschutz.
Ein Bild aus besseren Zeiten: Barbara Frühauf zeigt Bratwürste, für die ihre Fleischerei bekannt ist, ganz ohne Mundschutz. © Pawel Sosnowski

Barbara Frühauf hat in ihrem Geschäft am Demianiplatz gleich mit mehreren Problemen zu kämpfen. Wie sie trotzdem weitermachen will erzählt sie hier:

Für "ihre" Wurst kommen manche Görlitzer bis aus Königshufen in die Innenstadt. Das sind unsere Stammkunden und für die bin ich sehr dankbar. Einfach sind diese Zeiten wirklich nicht. Seit über 40 Jahren betreibe ich die Fleischerei am Demianiplatz, eine Situation wie die derzeitige habe ich aber noch nicht erlebt. Laufkundschaft gibt es so gut wie gar keine mehr.

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Hier kommt gerade einiges zusammen. Der Demianiplatz, eigentlich in bester City-Lage, er verwaist langsam. Das hat mit Corona nur bedingt zu tun. Zuletzt hat der DM-Drogeriemarkt als unser Nachbar hier die Segel gestrichen. Aufgeben kommt für mich aber nicht in Frage. Schließlich habe ich auch eine Verantwortung gegenüber meinen beiden Kolleginnen. Ihre Arbeitsplätze möchte ich sichern. 

Mehrere Standbeine weggebrochen

Uns sind gleich mehrere geschäftliche Standbeine momentan weggebrochen, die Pension, die Gaststube. Kunden, die sonst im Gastraum gegessen haben, holen sich nun ihr Mittagessen in der Fleischerei ab. Das funktioniert zwar ganz gut, ist aber kein gleichwertiger Ersatz für das Geschäft.  

Es war in den vergangenen Jahren ja schon nicht so, dass wir aus dem Vollen schöpfen konnten. In diesem Jahr wird es hart. Große Veranstaltungen, wie etwa Viathea, Tippelmarkt und Altstadtfest entfallen. Wir haben für 2020 mit Catering-Aufträgen und den entsprechenden Umsätzen geplant. Die sind nun weg.

Ich bleibe aber optimistisch. Wir können nur ausprobieren,  ob und wie wir diese Situation packen. Und eben abwarten. Viele unserer noch verbliebenen Kunden sind  verunsichert. Keiner weiß so recht, wie es genau weitergeht. Ich schließe mich da nicht aus.

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