SZ +
Merken

Stark angefeuchtet, aber glücklich

Als Ende des vergangenen Jahres das neue Feuerwehrdepot in Steina eingeweiht wurde, da stellte Wehrleiter Johannes Mager fest, dass die Zusammenlegung der drei Steinaer Wehren auch der Jugendfeuerwehr Aufschwung geben wird.

Teilen
Folgen

Von Karl-Heinz Teichmann

Als Ende des vergangenen Jahres das neue Feuerwehrdepot in Steina eingeweiht wurde, da stellte Wehrleiter Johannes Mager fest, dass die Zusammenlegung der drei Steinaer Wehren auch der Jugendfeuerwehr Aufschwung geben wird. Heute, ein halbes Jahr später, existieren drei Jugendgruppen und Bürgermeister Rolf Maukisch freute sich am Pfingstsonnabend zum Ende der Komplexübung darüber, dass man schon Sorge habe, alle Interessenten aufzunehmen und mit dem Notwendigsten zu versorgen.
Üben und immer wieder üben muss sein. Und um zu zeigen, dass sich das Üben lohnt, organisierte Jugendfeuerwehrwart André Schäfer im Rahmen des Ortsverbandes Rödertal eine Komplexübung im Zusammenwirken mit der Jugend-Rotkreuzgruppe Oberlichtenau unter Führung von Lothar Kühne.
Um 12.55 Uhr wurde über die Leitstelle für die Jugendfeuerwehren Steina, Pulsnitz, Bretnig-Hauswalde, Ohorn, Groß- und Kleinröhrsdorf Alarm ausgelöst. Die Aufgabenstellung: Rettung von verletzten Kindern und Brandbekämpfung an der Milchviehanlage. Silvio Fiedler, Mario Messerschmidt, David Zschiedrich, Tommy Prescher, Patrick Zimmermann und Julian Schäfer von der Steinaer Jugendfeuerwehr waren die Verletzten und die Schminkkünstler hatten sich große Mühe gegeben, schrecklich schöne Wunden auf die Haut zu zaubern. Hut ab vor den Jungen, denn der Nebelwerfer hatte in das Gebäude Disconebel in einer Konzentration hineingeblasen, dass man die Hand nicht vor den Augen sah Natürlich waren die Steinaer zuerst am Katastrophenort. Dann aber schallten die Martinshörner durch ganz Steina und Wehr auf Wehr unter Leitung der Jugend-Feuerwehr-Warte kam mit Blaulicht angebraust. Gekonnte Arbeit der Bergungstrupps, einwandfreie Versorgung der Verletzten im "Feldlazarett" und ein gutes Dutzend Strahlrohre für zwanzig Minuten im Einsatz.
Die Zielstellungen für rund 100 Junguniformierte: Anwendung des Geübten in der Praxis, Kennenlernen von wichtigen Wirtschaftsgebäuden im Territorium, Koordinierung der Arbeit mit dem DRK.
Zum Abschluss wurde es gemütlich: Auf Kosten des Ortsverbandes Rödertal grillte die FFW Ohorn nach vollbrachtem Werk für die hungrigen Mäuler und die Steinaer stellten das notwendige "Löschwasser" zur Verfügung.