merken
PLUS

Starke Helfer für Prohlis

Die Mobile Jugendarbeit ist jetzt zu dritt unterwegs. Ein ehemaliger Praktikant unterstützt die Sozialarbeiter.

Von Felix Schackert

Antje Skupin und Tobias Bohnet versuchen, mit jungen Prohlisern ins Gespräch zu kommen. Als mobile Jugendarbeiter beschäftigt sie der Alltag der Zwölf- bis 27-Jährigen im Stadtteil. Häufig sind es Fragen zur Ausbildung und welcher Job der richtige ist. Einige können die Miete nicht aufbringen oder kommen mit der Bürokratie auf dem Amt nicht klar. Das ist nicht immer spektakulär.

Garten
Der Garten ruft
Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Einfach ist es für die Sozialarbeiter deswegen nicht. Denn einige der Jugendlichen haben auch mit Suchtmitteln zu kämpfen: Koffein, Nikotin, Alkohol. Vor allem Cannabis und Crystal sind ein Problem. „Bei Drogen weiß man nie genau, wie die Leute drauf sind und was passiert“, sagt Bohnet. Auch, um im Zweifelsfall nicht allein dazustehen, gehen der 30-Jährige und seine Kollegin nie getrennt auf die jungen Menschen zu. Die beiden können sich aufeinander verlassen. Nun bekommen sie mit André Dittrich einen neuen Helfer. 2012 machte er in dem Team ein Praktikum. Schon damals war der 25-Jährige von der Arbeit begeistert. Nach Abschluss seines Studiums der Sozialarbeit wollte er gleich wieder zurück nach Prohlis. Seit März ist er für die Mobile Jugendarbeit tätig. Und lernt von den Kollegen.

Skupin ist in der Gruppe die Dienstälteste. Die 39-Jährige ist seit zehn Jahren dabei. Bohnet kam 2011 dazu. Auch er war hier vorher Praktikant. Beide haben mittlerweile Kinder bekommen und wollen kürzertreten. Dafür springt Dittrich ein. „André kommt gerade vom Studium und hat noch eine Nähe zur Theorie. Durch ihn kann ich mich und andere noch besser einschätzen. Mit seiner Jugendlichkeit bringt er frische Impulse ins Team und bricht unsere Routinen auf“, sagt Skupin.

„Ich bringe mich mit, als Typ, als Mensch“, sagt Dittrich. Die Arbeit mit Menschen macht ihm Spaß. Wie die Jugendlichen wirklich sind, will er wissen. „Für mich ist es eine schöne Erfahrung, wenn jemand Vertrauen fasst und sich öffnet“, sagt er. „Dabei ist es gut, dass wir drei unterschiedliche Charaktere sind. Mit unseren verschiedenen Erfahrungen können wir so individuell auf die Leute eingehen.“

Im Oktober geht Bohnet in Elternzeit. Dann wird sich das Team wieder neu aufstellen müssen. Eine mögliche Kandidatin gibt es schon: die neue Praktikantin.