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Starkoch mag es wild

Durch die Adventszeit mit Gerd Kastenmeier: Die SZ verlost ein Überraschungsmenü in seinem Restaurant.

Von Catharina Karlshaus

Das Großenhainer Land steht zu seiner Weihnachtsgans. Gleich nun, ob traditionell mit Kartoffeln, Klößen und Rotkraut. Oder wie bei Dresdens Starkoch Gerd Kastenmeier als exotische Variante mit Orangensoße. Die SZ-Leser halten ihrem Federvieh offenbar seit Generationen die Treue. „Das Rezept für die Füllung der Gans mit Äpfeln und Beifuß stammt noch von meiner Großmutter aus dem Vogtland“, schreibt beispielsweise Peter Reiche aus Goltzscha. Während seine Frau den Braten zubereitet, die Tochter den Tisch decke und die Gläser mit trockenem Müller- Thurgau oder Weißburgunder fülle, kümmere er sich höchstpersönlich um die Klöße. Gemacht würden sie aus Kartoffeln, die dem eigenen Garten entwachsen sind, gewissermaßen von Hand also. Die Gans stamme im Übrigen auch nicht etwa aus der Tiefkühltruhe, sondern habe bis zu ihrem planmäßigen Ableben ein beschauliches Dasein auf dem Hof von Familie Arno Block in Merschwitz geführt. „Auf jeden Fall ist dieses Gericht unser absoluter Favorit“, bekennt Peter Reiche.

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Danach wird der Hirschbraten vorsichtig in den Blätterteig eingerollt.
Danach wird der Hirschbraten vorsichtig in den Blätterteig eingerollt.
Am Ende eine leckere Kreation: Hirsch mit Schupfnudeln und Rosenkohl.
Am Ende eine leckere Kreation: Hirsch mit Schupfnudeln und Rosenkohl.
In Gerd Kastenmeiers Restaurant weihnachtet es schon – verheißt die Dekoration. Und auch in Kastenmeiers Küche ist man ganz auf die Feiertage eingestellt, diesmal mit Wild.F: Brühl
In Gerd Kastenmeiers Restaurant weihnachtet es schon – verheißt die Dekoration. Und auch in Kastenmeiers Küche ist man ganz auf die Feiertage eingestellt, diesmal mit Wild.F: Brühl

Andere Leser, so geht aus den überaus zahlreichen Einsendungen, die unsere Lokalredaktion in den vergangenen Tagen erreichten , schwören dagegen auf Wild. Und zwar in jeglicher Form. Während Annmarie Lehmann am ersten Feiertag auf Wildschweinkeule mit Rosenkohl schwört, bevorzugen Leser wie Fritz Lang aus Elsterwerda Hirschgulasch- oder -braten. Auch für Gerd Kastenmeier – Inhaber des renomierten Fischrestaurants im Kurländer Palais Dresden – ist ein Wildgericht an den bevorstehenden Feiertagen durchaus eine kulinarische Alternative zu Gans oder Ente. Immerhin habe das Fleisch einen ganz besonderen Geschmack und biete vielfältige Verarbeitungsmöglichkeiten, so der Niederbayer. In seinem Rezeptvorschlag kombiniert der Profikoch dieses Mal gar Wild und Hühnchenfleisch miteinander, indem er Letzteres zu einer feingehackten Masse verarbeitet. „Diese Masse, auch Farce genannt, wird auf den Hirschrücken gestrichen. Danach rollt man das Fleisch in den Blätterteig ein und schickt es für circa 25 Minuten in den Ofen“, erklärt Gerd Kastenmeier und lacht. Er selbst esse zu dieser Kreation – noch einmal nachzuhören in der Mitkoch-Show von Hitradio RTL am Sonntagvormittag – dazu im Übrigen am liebsten Schupfnudeln und in Butter geschwenkten Rosenkohl.

Wem nun weder Gans noch Wild zusagen, der fühlt sich vielleicht in der kommenden Woche von Gerd Kastenmeiers Vorschlag für Karpfen mit getrüffeltem Kartoffelsalat angesprochen. Bis es jedoch so weit ist, liebe SZ-Leser, schreiben Sie uns doch, welches weihnachtliche Gericht in Ihrer Familie der absolute Favorit ist! Welche Köstlichkeiten kredenzen Sie am Heiligen Abend? Welche Rezepturen verwenden Sie, und gibt es vielleicht sogar noch überlieferte Tipps aus Urgroßmutters Zeiten? Schreiben Sie uns und gewinnen ganz nebenbei ein Überraschungsmenü für zwei Personen nebst einer Flasche Hauswein in Kastenmeiers Restaurant! In dieser Woche gratuliert die Lokalredaktion ganz herzlich den Gänsefreunden aus Goltzscha, Familie Peter Reichel! Lassen Sie es sich schmecken!

Schreiben Sie einfach an die SZ-Lokalredaktion Großenhain, Meißner Straße 13 in 01558 Großenhain oder mailen Sie an [email protected]! Viel Glück!