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Niesky

Nicci wechselt von der Bühne auf die Drehleiter

Der erste Auftritt der Sängerin in der Corona-Zeit ist vor dem Nieskyer Altenpflegeheim. Sonst bleibt der Sängerin nur ihr Wohnzimmer.

Um die Bewohner des Altenpflegeheims "Abendfrieden" in Niesky ein wenig von Corona abzulenken, haben Sängerin Nicci Schubert, DJ Sebastian Noll und die Stadtfeuerwehr Niesky den Senioren ein Konzert gegeben.
Um die Bewohner des Altenpflegeheims "Abendfrieden" in Niesky ein wenig von Corona abzulenken, haben Sängerin Nicci Schubert, DJ Sebastian Noll und die Stadtfeuerwehr Niesky den Senioren ein Konzert gegeben. © Sebastian Noll / Steffen Walter

In einer künstlerischen Zwangspause befindet sich seit fast zwei Monaten die Sängerin Nicci Schubert. Auf keiner Bühne kann die 34-Jährige gegenwärtig singen, weil alle Veranstaltungen mit großem Publikum abgesagt sind. Umso mehr freut es die junge Frau aus Kodersdorf, dass sie einen kleinen und dennoch spektakulären Auftritt vor dem Altenpflegeheim in Niesky hatte.

"Für mich ist das eine ganz neue Erfahrung. Nicht auf einer Bühne zu stehen, sondern hoch oben auf einer Feuerwehrleiter. Die Idee der Nieskyer Feuerwehr finde ich klasse, um damit den Senioren in der Corona-Zeit eine musikalische Freude zu bereiten. Mein Dank geht dabei auch an DJ Sebastian Noll, der seine Technik für meinen Auftritt zur Verfügung stellte. So ist das eine gelungene Sache geworden. In den Gesichtern habe ich viel Freude gesehen." 

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Spaziergänge statt Auftritte

Für Nicci Schubert ist der luftige Auftritt nicht nur der erste während der Pandemie, sondern überhaupt in diesem Jahr. Für April, Mai und den Sommer hat die Sängerin einen vollen Terminkalender gehabt, aber dieser hat sich wieder geleert, weil Veranstaltungen und Volksfeste zumindest bis Ende August abgesagt sind. "Mir fehlt mein Publikum. Auch das Altenpflegeheim war ungewöhnlich, weil die Zuschauer ein ganzes Stück weg von mir saßen. Das ist eine ganz neue Situation für mich. 

Jetzt verbringe ich meine viele freie Zeit damit, Spaziergänge zu unternehmen und dabei Kraft zu tanken. Also Dinge zu unternehmen, für die bisher die Zeit zu knapp war. Gesungen wird jetzt im Wohnzimmer. Eine Freundin begleitet mich dabei auf dem Klavier und das ganze poste ich in den sozialen Netzwerken. Dabei entdecke ich so manchen Song aus früherer Zeit wieder, den ich neu interpretiere. So bleibe ich für meine Fans zumindest im Internet optisch und musikalisch präsent. Ich weiß, dass die Zeit danach umso schöner wird und dass wir alle die Musik auf und vor der Bühne wieder gemeinsam genießen können." 

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