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Statt Erzgebirgsluft gibt`s nun gesiebte Luft

Wenn das Wetter schön ist, gibt es viel Bewegung an der Grenze. So hatten die Beamten auch wieder von Freitag bis zum gestrigen Montag alle Hände voll zu tun. HAFTBEFEHLE Ein Tötungsdelikt könnte nach nunmehr fast sieben Jahren geahndet werden.

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Wenn das Wetter schön ist, gibt es viel Bewegung an der Grenze. So hatten die Beamten auch wieder von Freitag bis zum gestrigen Montag alle Hände voll zu tun.
HAFTBEFEHLE Ein Tötungsdelikt könnte nach nunmehr fast sieben Jahren geahndet werden. Durch die Aufmerksamkeit der Bundesgrenzschutzinspektion Zinnwald wurde am Freitagnachmittag ein Tatverdächtiger festgenommen. Die Grenzschützer zogen einen Ungarn bei der Einreise über Tschechien nach Deutschland aus dem Verkehr, gegen den Haftbefehl bestand. Nach ihm hatte die Staatsanwaltschaft Bonn seit 1995 wegen fahrlässiger Tötung gesucht, sagt Polizeihauptkommissar Olaf Töteberg, der stellvertretende Leiter der Bundesgrenzschutzinspektion Zinnwald.
Der Mann aus Ungarn soll zwei Jahre zuvor, im Juni 1993, einen schweren Verkehrsunfall in Deutschland verursacht haben. Ihm werde vorgeworfen, mit einem voll beladenen, technisch mangelhaften Lkw eine Radfahrerin schwer verletzt zu haben. Sie wäre kurz nach dem Unfall gestorben. Als die Grenzschützer am Freitag merkten, wen sie offensichtlich vor sich hatten, setzten sie den Mann sofort fest. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt Dresden gebracht. Wie Töteberg informierte, müsse der Tatverdächtige mit einer langen Haftstrafe rechnen. Die Grenzschützer konnten an den Kontrollpunkten Zinnwald und Neurehefeld über das Wochenende noch vier weitere Personen festnehmen, gegen die Haftbefehl bestand. Allerdings wogen die Gründe weniger schwer. Zwei konnten ihre Reise fortsetzen, nachdem sie ihre Geldstrafe bezahlt hatten. Zwei andere kamen ebenfalls nach Dresden, wo sie eine Haftstrafe absitzen müssen.

FALSCHER TSCHECHE
Als Tscheche gab sich am Freitag bei der Ausreise ein Slowake aus. Warum er das Lichtbild im Reisepass ausgetauscht hatte, ist der Bundesgrenzschutzinspektion Zinnwald noch unklar. Für ihn war die Fahrt aber erstmal zu Ende. Er braucht nun von der Slowakischen Botschaft neue Papiere. Außerdem handelte er sich eine Anzeige ein wegen des Verdachtes, Urkunden gefälscht zu haben.

FESTNAHMEN
Dreimal erwischten Grenzschützer innerhalb von zwei Tagen Ausländer bei der unerlaubten Einreise. Gestern schnappte eine Streife des Bundesgrenzschutzes zwischen Rehefeld und Altenberg zwei Tschechen, in deren Fahrzeuge gerade acht Personen aus Sri Lanka einstiegen. Sie sollten ins Landesinnere gefahren werden. Die beiden Tschechen werden dem Haftrichter vorgeführt und müssen wegen des dringenden Verdachtes der Einschleusung von Ausländern mit einer sofortigen Untersuchungshaft rechnen, sagt Olaf Töteberg. Die acht Bürger von Sri Lanka erwarte die Zurückschiebung in die Tschechische Republik. Das steht auch zwei Moldawiern bevor, die eine Zollstreife bereits am Sonntagvormittag im Stadtgebiet Altenberg aufgegriffen hatte. Auch ein Bulgare muss zurück, direkt per Flug in seine Heimat. Ihn hatte eine Streife des Bundesgrenzschutzes am Sonntagabend zwischen Schmiedeberg und Oberfrauendorf ertappt. (SZ/ks)

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