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Statt im TV live im Großenhainer Land

Nachdem Politprominenz vor der Wahl den ländlichen Raum entdeckte, sind nun wieder die Künstler dran. Großenhain erwartet einen hochkarätigen Herbst.

Corinna Harfouch (r.) wurde ins Großenhainer Kulturschloss eingeladen. Anlass ist ihr neuer Film "Lara", der am 7. November in die Kinos kommt.
Corinna Harfouch (r.) wurde ins Großenhainer Kulturschloss eingeladen. Anlass ist ihr neuer Film "Lara", der am 7. November in die Kinos kommt. ©  dpa

Großenhain/Wantewitz/Schönfeld. Kulturschloss-Chef Jörg Rietdorf ist dran, die bekannte deutsche Schauspielerin Corinna Harfouch nach Großenhain zu holen – mit ihrem neuen Film „Lara“. Das Drama kommt am 7. November in die Kinos. „Ein Film-Preview werden wir nicht bekommen, dafür sind wir zu klein“, sagt Rietdorf, der auch die Filmgalerie am Frauenmarkt unter sich hat. 

Doch Corinna Harfouch ist angefragt, als Gast ihre alte Heimat zu besuchen. Hier verbrachte sie ihre Jugend, hier lernte sie im Pioniertheater Natalia Saz die ersten Schritte der Schauspielerei. Letztmalig trat sie zur Landesgartenschau 2002 im Kulturschloss auf.

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Noch hat Corinna Harfouch nicht zugesagt. Doch viele Großenhainer würden sich freuen, mehr über ihre Hauptrolle in dem schon preisgekrönten Drama zu erfahren. Die 64-Jährige spielt eine verzweifelte Mutter, ihr Sohn wird im Film von Tom Schilling verkörpert. In der Nähe war die Schauspielerin bereits am Dienstag, als sie bei den Batzdorfer Barockfestspielen zu sehen und zu hören war. Nicht zum ersten Mal, denn sie hat einen gemeinsamen Sohn mit dem Hausherren der Batzdorfer Hofkapelle, Stefan Maass.

Zwei Mal „In aller Freundschaft“

Auch Startenor Björn Casapietra ist in der Gegend kein Unbekannter. Er war schon auf Schloss Schönfeld zu erleben und singt nun an diesem Sonntag um 17 Uhr in der Kirche Reinersdorf. „Ich möchte spüren, dass meine Musik die Menschen berührt und verzaubert“, wünscht sich der bekannte Dresdner für sein Kirchenkonzert.

Sänger Gerhard Schöne tritt eine Woche später in der Kirche Wantewitz auf. Das Kirchspiel Großenhainer Land hat den 67-Jährigen, der schon in der DDR als Liedermacher sehr bekannt war, eingeladen. Sein Programm „Komm herein in das Haus“ richtet sich an die ganze Familie.

Uschi Brüning singt am 3. November bei der Konzertlesung "So wie ich" im Großenhainer Kulturschloss.  
Uschi Brüning singt am 3. November bei der Konzertlesung "So wie ich" im Großenhainer Kulturschloss.   © Kristin Richter
Gerhard Schöne tritt am Denkmalstag, dem 8. September, in der Kirche Wantewitz auf.
Gerhard Schöne tritt am Denkmalstag, dem 8. September, in der Kirche Wantewitz auf. ©  Kristin Richter
Thomas Rühmann (Dr. Heilmann in der Sachsenklinik) singt am 8.11. im Schloss.
Thomas Rühmann (Dr. Heilmann in der Sachsenklinik) singt am 8.11. im Schloss. © undefined
Michael Trischan (l.), Dr. Brenner aus der Sachsenklinik, ist am 22. 9. in Schönfeld.
Michael Trischan (l.), Dr. Brenner aus der Sachsenklinik, ist am 22. 9. in Schönfeld. © undefined

Schloss Schönfeld hat es nach 2016 ein weiteres Mal geschafft, Michael Trischan zu engagieren. Besser bekannt ist der Neu-Leipziger als Dr. Brenner aus der beliebten ARD-Serie „In aller Freundschaft“. Interessant: Trischan ist ausgebildeter Krankenpfleger. „Heiter und so weiter“ heißt sein Kabarettprogramm, das er am 22. September um 16 Uhr im Festsaal vorstellt. „Es ist das Beste aus meinen bisherigen Shows, das ich diesmal solo vorstelle“, sagt der sympathische Schauspieler. Schon vor der Vorstellung, so Trischan, schwatze er mit dem Publikum und sei für Fragen offen. Der Kartenverkauf läuft.

Wenig später, am 8. November, gibt sein Arztkollege Dr. Roland Heilmann alias Thomas Rühmann im Großenhainer Kulturzentrum ein Stelldichein. Bzw. rockt mit seiner Band mit dem Titel „Richtige Lieder“ das Schloss. Vielleicht plaudert Rühmann dann auch über die Goldene Henne, den Ehrenpreis, den die Serie „In aller Freundschaft“ im Vorjahr bekam. Denn im Großenhainer Rathaus steht ja auch so ein besonderes Huhn – aus dem Jahr 2005 und der Sri Lanka-Hilfe.

Vom Leben im SED-Staat

Last but not least können sich die Großenhainer erneut auf Uschi Brüning freuen. Sie profitiert noch ein bisschen von der Erinnerungswelle für Manfred Krug, hat aber in der Region längst eine eigene stabile Fangemeinde. „So wie ich“ heißt die Konzertlesung am 3. November um 17 Uhr im Kulturschloss. Begleitet von Lukas Natschinski, dem jüngsten Sohn von Gerd Natschinski, bekannter Film-, Musical- und Schlagerkomponist der DDR, erzählt die Jazz- und Soulsängerin erstmals von ihrem Leben als Musikerin im SED-Staat.

Kartenvorverkauf Schloss Schönfeld: Telefon 035248 20360,
Kulturzentrum Großenhain: Telefon 03522 505555.

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