merken
PLUS

Görlitz

Stau findet schnelles Ende

Auf der A 4 und in der Görlitzer Innenstadt standen Fahrzeuge wieder stunden- und kilometerlang, wegen der Grenzkontrollen. Nun rollt der Verkehr wieder.

Archivbild: So sah der Stau auf der A4 am 18. März aus.
Archivbild: So sah der Stau auf der A4 am 18. März aus. © Sebastian Kahnert/dpa

Wer über die A 4 oder die Görlitzer Stadtbrücke nach Polen einreisen wollte, hat am Donnerstagabend im Stau gestanden - wieder einmal. Doch nachdem vorige Woche insbesondere Lkw-Fahrer wegen der verschärften Grenzkontrollen tagelang ausharren mussten, rollte der Verkehr dieses Mal schneller wieder an. "Aktuell haben wir keinen Stau mehr", berichtet Anja Leuschner von der Polizeidirektion am Freitagmorgen. 

Dabei hat das Nachbarland seine Kontrollen noch mal verschärft. Seit Freitag, 0 Uhr, müssen sich Berufspendler bei der Einreise nach Polen für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Das heißt, die Person darf das Haus nicht mehr verlassen, sonst drohen hohe Geldstrafen. Das schlug sich auf den Verkehr nieder.

Anzeige
Zwischen Säge und Spänen

Wer Lust auf eine kreative und coole Ausbildung hat, der sollte nicht lange zögern und sich für eine Lehre zum Tischler bewerben!

Auf der A 4 Dresden Richtung Görlitz zwischen Nieder Seifersdorf und Rastplatz An der Neiße staut es sich auch daher am Donnerstag wieder. Wie die Polizei Sachsen in ihren Verkehrswarnmeldungen mitteilte, betrug die Staulänge 15 Kilometer, Tendenz steigend. "Am Tunnel Königshainer Berge machten die Kollegen eine Blockabfertigung", berichtet ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz der SZ auf Nachfrage.

Auch in der Görlitzer Innenstadt kam der Verkehr zum Erliegen. Dicht war es beispielsweise auf der Kahlbaumallee, wie eine Augenzeugin berichtete. "Polizisten versuchen, den Verkehr zu regeln, damit es sich nicht zu sehr staut an diesen engen Stellen", erklärt auch der Polizeisprecher. "Aber das ist ein bisschen wie der Kampf von Don Quijote gegen die Windmühlen." 

Am Donnerstagabend stauten sich die Autos von der Stadtbrücke aus auch auf der Goethestraße in Richtung Zittau ungefähr bis zur Kreuzung mit der Zittauer Straße. Dabei werde es aber nicht bleiben, fürchteten Polizisten vor Ort, die versuchen den Verkehr zu regeln. So wurden an der Goethestraße Zufahrten abgesperrt, um den Stau auf einen Hauptweg zu begrenzen und andere Innenstadtstraßen frei zu halten.  

Schon am Mittwochnachmittag und -abend hat es sich auf der A 4 bei der Ausreise nach Polen wieder gestaut. Wie bereits in der vergangenen Woche lag der Ausgangspunkt an den Grenzkontrollen im Nachbarland, teilt Nadja Keller, Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz, mit. Als die Kontrollen begonnen hatten, stand und stockte der Verkehr dort für mehrere Tage.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Corona-Stau: Gefangen auf der A 4

Kein Essen, keine Toilette, kein Schlaf: Hunderte Lkw-Fahrer hängen an der Grenze zu Polen fest. Mehr als 100 Helfer kümmern sich um sie.

Wegen der ab Freitag zunehmenden Einreisebeschränkungen beobachteten die Polizisten laut Keller zudem vermehrt Autofahrer, die Richtung Polen unterwegs waren. Bis zu acht Kilometer staute sich der Verkehr. Autobahnmeisterei und Polizei setzten die zulässige Geschwindigkeit im Tunnel Königshainer Berge und dahinter auf 60 km/h herab und die Polizisten regelten den Verkehr.  Inzwischen sind alle Maßnahmen zurückgenommen. (SZ/sdn)

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.