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Stauchitzer Bürgermeister tritt nicht wieder zur Wahl an

Acht Frauen und Männer wollen Amtsinhaber Frank Seifert nachfolgen. Eine scheiterte schon an der ersten Hürde.

Abschied nach einer Wahlperiode: Der Stauchitzer Bürgermeister Frank Seifert tritt am 10. Mai nicht erneut zur Wahl als Gemeindeoberhaupt an.
Abschied nach einer Wahlperiode: Der Stauchitzer Bürgermeister Frank Seifert tritt am 10. Mai nicht erneut zur Wahl als Gemeindeoberhaupt an. © Sebastian Schultz

Stauchitz. Am 10. Mai ist in Stauchitz Bürgermeisterwahl. Der Gemeindewahlausschuss gab jetzt die Namen der Bewerber bekannt. Für manchen überraschend, tritt Amtsinhaber Frank Seifert (parteilos) nicht wieder an. Er nennt Altersgründe und gesundheitliche Probleme für seine Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren. Frank Seifert wurde im Dezember vorigen Jahres 64 Jahre alt. Im Falle einer Wiederwahl wäre er bis zum 71. Lebensjahr im Amt. Damit hat er seine Entscheidung geändert. Noch Ende vorigen Jahres hatte er erklärt, zur Bürgermeisterwahl erneut anzutreten.

Seifert hatte vor sieben Jahren im zweiten Wahlgang überraschend hoch mit rund 70 Prozent aller abgegebenen Stimmen gegen den Bauamtsleiter Dirk Zschoke gewonnen. Der 53-jährige Seerhausener ist einer von ursprünglich acht Bewerbern, die diesmal ins Rennen gingen. Cornelia Rasch scheiterte schon an der ersten Hürde. Bewerber, die keiner der im Landtag oder im Gemeinderat vertretenen Parteien angehören, müssen eine bestimmte Anzahl Unterstützungsunterschriften aufbringen. In Stauchitz sind 40 solcher Unterschriften nötig. Sie erreichte aber nur 18 und fiel damit heraus.

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Unter den nun übriggebliebenen Bewerbern sind drei Frauen: die 39-jährige Diplom-Forstwirtin Britt Maria Kniesel aus Plotitz, die 47 Jahre alte Kauffrau im Einzelhandel Iris Osladil aus Treben und die 52-jährige Angestellte Michaela Steuer aus Riesa. Als weiterer Einzelbewerber steht Andreas Seidlitz aus Hahnefeld auf der Kandidatenliste. Er ist 56 Jahre und arbeitet als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger und Bauleiter.

Keine Unterstützungsunterschriften brauchen die Bewerber von AfD und SPD. Für die Alternative für Deutschland tritt Enrico Barth aus der Nachbargemeinde Hirschstein an. Der 48-Jährige wohnt in Prausitz und arbeitet als Geschäftsführer. Komplettiert wird das Kandidatenfeld von Dirk Erler, der für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands antritt. Der 49-jährige Jurist ist in Staucha zu Hause.

Wie der Leiter der Wahlkommission Rene Geißler erklärte, richtet sich die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Stimmzettel zuerst nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl vom Mai 2019. Demnach steht der Bewerber der AfD an erster Stelle. Dann folgen die anderen Kandidaten in der alphabetischen Reihenfolge.

Sollte bei der Stauchitzer Bürgermeisterwahl keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen, gibt es am 7. Juni einen zweiten Wahlgang. Dort reicht dann für den Sieg die relative Mehrheit der Stimmen, es gewinnt also derjenige, der die meisten Stimmen erreicht, unabhängig davon ob dies mehr als 50 Prozent sind.

Wegen der Vielzahl der Kandidaten wird in Stauchitz ein zweiter Wahlgang erwartet. Der Ausgang der Wahl gilt als offen. Die größten Chancen werden Bauamtsleiter Zschoke eingeräumt. Er gilt als sehr kompetent, aber auch als menschlich schwierig. Geht es nach der Zahl der Unterstützungsunterschriften, hat er die besten Chancen. Für ihn unterschrieben 166 Stauchitzer, mit großem Abstand die meisten.

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Andreas Seidlitz aus Hahnefeld war der Letzte, der seine Bewerbung als Bürgermeister von Stauchitz abgab. Er rechnet sich gute Chancen aus.

Zschoke gehörte einst der CDU an, war Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Jahna-Elbe. Im Januar 2019 trat er aus der Partei aus. 2015 wollte er Wirtschaftsförderer in Riesa werden. Er zog seine Kandidatur zurück, nachdem die Stadträte Zweifel an seiner Qualifikation geäußert hatten. Außerdem war die Stelle nicht überregional ausgeschrieben worden.

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