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Staunen über Ausbildung in den Heimerer Schulen

Meine Freundin und ich sind in den Heimerer Schulen in Döbeln, um Torsten Fahs, den Schulleiter des Fachbereiches Heilerziehungspflege, zu treffen. Als er uns gegenübertritt, wirkt er vollkommen gelassen und ruhig.

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Von Lisa Weiß und Sandra Wittig, Klasse 9d, LGD

Meine Freundin und ich sind in den Heimerer Schulen in Döbeln, um Torsten Fahs, den Schulleiter des Fachbereiches Heilerziehungspflege, zu treffen. Als er uns gegenübertritt, wirkt er vollkommen gelassen und ruhig. Man merkt sofort, das er sich wirklich Zeit für uns genommen hat. Ich dagegen, bin ziemlich aufgeregt. Torsten Fahs begrüßt uns freundlich und führt uns zugleich in Richtung Klassenräume im Erdgeschoss. Er erzählt uns viel über die Schule und spricht unentwegt. Ich muss fast lachen, so begeistert erzählt er. Wir gehen in den ersten Klassenraum und begegnen sogleich ein paar Schülern, welche noch nach dem Unterricht gemeinsam lernen. Eine Schülerin schiebt ein Skelett nach draußen. Torsten Fahs meint, wir sollten uns keine Sorgen machen – das Skelett ist kein ehemaliger Lehrer.

Prüfungsstress für manche

Torsten Fahs berichtet, dass diese Schüler kurz vor ihren Prüfungen stehen. Unser Weg geht weiter zu einer Ausstellung, welche derzeit in den Heimerer Schulen ist. Es geht um Transplantationen. Als erstes fällt mir sofort der große Körper auf, der an die Wand gemalt ist. Gegenüber stehen Organe mit Transplantationen. Irgendwie waren die Organe nicht sehr appetitlich, aber interessant. Torsten Fahs erklärt uns noch einige Dinge über die Ausstellung und zeigt uns dann ein Kunstwerk, worauf die Schule sehr stolz ist. Es ist eine Skulptur von dem Künstler Andreas Fröhlich. Unsere Weg führt uns nun weiter zu den Zimmern in der Schule. Diese Zimmer sind für die Schüler, die von außerhalb kommen und nur am Wochenende nach Hause fahren können. Er zeigt uns die Küche, wo die Schüler eine eigene Mikrowelle haben und einen Herd. Die Schule selbst besitzt deshalb auch keine Caféteria.

Entspannung pur

Auf dem Weg zum zweiten Gebäude der Schule erzählt uns Torsten Fahs, dass der Unterricht halb acht beginnt und meist 15 Uhr endet. Außer freitags, wo die meisten, die im Wohnheim der Schule leben, nach Hause fahren. In diesem Gebäude sind nicht nur weitere Wohnheime, sondern auch das Snoezelen. Was das ist? Dies ist ein Zimmer, wo die Schüler mit Menschen mit Behinderung arbeiten. In dem Zimmer wird die Fantasie angeregt. Man kann zum Beispiel Gerüche mit einem besonderen Gerät erzeugen. Außerdem wird mit Licht, genauso wie mit Musik gearbeitet. Der Raum wirkt sehr gemütlich und ruhig. Es ist ein großer Raum mit drei weißen Sofas. Auf ihnen befinden sich Kissen und Decken. In einer anderen Ecke ist eine Sitzecke, doch diese ist anders. Durch das weiße Ledersofa hindurch gehen zwei Säulen, in denen Blasen sind. Diese verändern immer wieder ihre Farbe. Hinter ihnen befinden sich drei große Spiegel, womit es so wirkt, als wären es nicht nur zwei Säulen, sondern gleich sechs von ihnen. Es wirkt alles sehr ruhig und ich habe das Gefühl, als müsste ich flüstern, sonst würde diese Ruhe zerstört werden. Als wir den Raum wieder verlassen, bin ich ein wenig traurig, denn dieser Raum ist einer der schönsten, den ich je gesehen habe. Aber wenn ich geglaubt habe, dass die Sofas dort schön gemütlich waren, dann hatte ich das Wasserbett noch nicht getestet.

Ausprobieren erlaubt

Es ist aber kein normales Wasserbett. Nein, es ist eins mit Musik. Wie? Und zwar kommt die Musik von unten. Natürlich dürfen wir uns auch auf das Bett legen und es ausprobieren. Von unten spürt man die Vibration der Musik. Es war ein Stück von Mozart. Sehr beruhigend, kann ich nur sagen.

Alles haben wir von der Schule noch nicht gesehen und ganz sicher hat uns Torsten Fahs noch nicht alles erzählt. Doch das würde zu lange dauern. Wir verabschieden uns von dem Schulleiter und bedanken uns ganz herzlich, dass er sich persönlich für uns Zeit genommen hatte. Als meine Freundin und ich die Schule verlassen, bin ich froh, dass wir dieses Thema gewählt haben.