merken
PLUS

Staunen über die Pyramide

Martina Görmer hängt an ihrem Dorf. Deshalb organisiert sie mit ihrem Mann ein Pyramidenfest. Dabei wohnt sie jetzt in Meißen.

© Carmen Schumann

Die Glocke am Preititzer Herrenhaus schlägt die sechste nachmittägliche Stunde. Doch das ist nicht das einzige Geräusch am Abend vor dem ersten Advent in Preititz. Es ertönt festliche Bläsermusik, ein paar Feuerwerkskörper zischen, und auf einmal wird es sehr festlich in der Dorfmitte. Eine 3,20 Meter hohe Holzpyramide beginnt sich zu drehen, und ihre Lichter gehen an. Auch die Herrnhuter Sterne im Baum erstrahlen. Zahlreiche Schaulustige erfreuen sich an dem Schauspiel, das sich Pyramidenanschieben nennt.

Martina und Nick Görmer organisieren das Pyramidenanschieben nicht zum ersten Mal in Preititz. Vor drei Jahren hat Nick Görmer die Pyramide gebaut und sie im Garten der Schwiegereltern aufgestellt. „Wir sahen dann am Morgen immer Kindertapsen im Schnee“, sagt Martina Görmer. Da überlegte die Familie, dass die Kinder sich die Pyramide ja nicht heimlich anschauen müssen. Sie bauten sie also vor zwei Jahren auf ihrem Grundstück. Dieses hatten sie vor drei Jahren in Preititz gekauft. Zum Pyramidenaufstellen gab es ein kleines Fest für das ganze Dorf.

Anzeige
Spaß und Nervenkitzel pur
Spaß und Nervenkitzel pur

Im Laserland Dresden können auch Erwachsene mal wieder Kind sein: Ein einzigartiges Erlebnis für Kollegen, Freunde und Familie und ideales Geschenk!

Die Görmers sind oft in Preititz. Auch wenn Martina Görmer, geborene Mönnig, bereits seit ihrem 18. Lebensjahr nicht mehr dort wohnt. „Aber meine Eltern und mein Bruder sind hier. Außerdem haben wir viele Freunde in Preititz“, sagt die junge Frau. Überhaupt findet sie, dass in Preititz noch viele junge Leute leben.

Das sieht man auch an diesem so wunderbaren Abend, an dem auch der Malschwitzer Bürgermeister Matthias Seidel mit seiner Familie Gefallen findet. Er freut sich, dass sich in der Gemeinde wieder junge Leute ansiedeln. Viele Kinder sind gekommen. Für sie liegen vorbereitete Papiersterne und -weihnachtsbäume aus, auf die sie ihre Wünsche an den Weihnachtsmann schreiben können. Diese werden dann an den Weihnachtsbaum gehängt. Der kleine Robin wünscht sich ein Auto und die Rosa eine Puppe. Doch da erscheint ja sogar der Bärtige höchstpersönlich. Alle Kinder, die ihm ein Lied oder Gedicht vortragen, bekommen von ihm einen Adventskalender geschenkt.

Am Feuer können dann alle Knüppelkuchen backen. Glühwein und Kinderpunsch werden ausgeschenkt, bezahlt wird in die Kasse des Vertrauens. An der Bar, die eigentlich ein hübsch verkleidetes Hochbeet ist, trifft man sich zum Schwatz.