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Stehpult statt Stuhl

Die Grundschule am Jägerpark ist ein Vorzeigeobjekt. Doch die dringend notwendige Sanierung lässt weiter auf sich warten.

Von Ulrike Kirsten

Es gab Zeiten, da war es ungern gesehen, wenn Schüler im Unterricht kippelten und herumhampelten. Stillsitzen ist an der 19. Grundschule längst Geschichte. In der Schule am Jägerpark werden Mädchen und Jungen sogar dazu ermutigt, sich während des Unterrichts zu strecken, zu recken und auch im Stehen zu lernen. Dafür hat die Einrichtung extra Stehpulte und Wackelhocker angeschafft.

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Seit Jahren fördern Schulleiterin Martina Brandt, Lehrer und Eltern im Besonderen die Gesundheit der Kinder mit verschiedenen Aktionen und Projekten. Jüngst hat die Einrichtung für ihr Engagement die Auszeichnung „Gesunde Schule“ von der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung erhalten. Zum Konzept gehört auch das gemeinsame, tägliche Frühstück der rund 150 Schüler. Einmal monatlich bereitet eine Klasse zudem ein gesundes Frühstück vor.

Eine große Rolle spielt an der Einrichtung auch die Förderung des Sozialverhaltens. Rund ein Drittel der Schüler kommt aus ausländischen Familien und bekommt speziellen DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache). Eng arbeitet die Einrichtung auch mit der Schule für Körperbehinderte in der Fischhausstraße zusammen.

Die Eltern sind zufrieden mit dem Konzept. Sogar aus Pieschen und Mickten kommen Kinder in die 19. Grundschule. Dabei war das Gebiet rund um den Jägerpark einst als „Problemviertel“ verschrien. Probleme gibt es trotzdem in der Schule, vor allem baulicher Natur. Die 30 Jahre alte Schule hat keine moderne Dämmung. Im Sommer ist es in den Klassenräumen so heiß wie in der Sauna, im Winter frieren die Kinder, weil es durch die Fenster zieht. Doch bis auf kleinere Bauvorhaben ist mittelfristig bis 2019 kein Geld in der Finanzplanung der Stadt vorgesehen. Allerdings ist inzwischen eine Prüfung beauftragt, wo genau Sanierungsbedarf besteht. Ein Ergebnis soll es im Frühjahr geben.

Dennoch hat sich in den vergangenen Monaten in der 19. Grundschule etwas getan. Im Schulgarten hat der Förderverein nach acht Jahren Warten auf die Baugenehmigung ein grünes Klassenzimmer errichtet, mit Sonnensegel, Holzbänken und Tafel. 10 000 Euro hat das Projekt gekostet, finanziert aus Spenden und Aktionen wie der Altstoffsammlung. In diesem Jahr wird ein Lehmbackofen folgen.

Auch die Stadt will aktiv werden und in diesem Jahr die Toilettenanlagen in der Schule erneuern.