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Steinmetzen: Von Franz Manka zu Rainer Pohl

Der Beruf der Steinmetzen ist einer der ältesten Handwerksberufe und reicht bis weit vor die antike Hochkultur zurück. In Pirna können die Steinmetzen auf eine lange Tradition verweisen. Sie gründeten allerdings erst 1555 ihre Innung, für Pirnaer Verhältnisse relativ spät.

Von Rainer Rippich

Der Beruf der Steinmetzen ist einer der ältesten Handwerksberufe und reicht bis weit vor die antike Hochkultur zurück. In Pirna können die Steinmetzen auf eine lange Tradition verweisen. Sie gründeten allerdings erst 1555 ihre Innung, für Pirnaer Verhältnisse relativ spät.

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Noch heute kann man die Ergebnisse ihrer handwerklichen Fertigkeiten bewundern. An jeder Ecke finden wir aus Sandstein gefertigte Wohnhäuser, Kirchen, Schul- und Betriebsgebäude. Im heutigen Bauhandwerk sind die Steinmetzen eine Berufsgruppe, die ihrem traditionellen Beruf verpflichtet ist. Auch in der Steinmetzwerkstatt von Rainer Pohl auf der Dippoldiswalder Straße 32, gegenüber dem Friedhof, ist dies der Fall. Gebeugt über einen Grabsteinrohling „gräbt“ sich Rainer Pohl gerade in einen Granitstein, um die erhabene Schrift heraus zu meißeln. Über dem Eisengestänge seiner offenen Arbeitsstätte hängt ein blauer Luftschlauch, an dessen Ende er den pneumatischen Hammer in der Hand hält, der ihm die tägliche Arbeit erleichtert. Zum Schutz vor Gesteinssplittern trägt er eine große Kunststoffbrille. An seinem Arbeitsplatz fallen dem Besucher sofort der vergilbte Spruch an der Wand und die Gipsmodelle über den beiden Türeingängen auf. „Kunst und Kunstwerk sind sichtbare Zeichen und Markensteine der Geschichte“, so steht es auf dem wappenartigen Schild und erinnert an vergangene Zeiten. Auch die beiden Gipsmodelle, die jeweils zwei lernende Schüler symbolisieren, erinnern an Franz Manka, den Erbauer und Gründer der Werkstatt.

Der in Pirna in Vergessenheit geratene Steinmetz- und Bildhauermeister Franz Mrnka (1886-1958), der sich später Franz Manka nennt, geboren in Stayerlak/Ungarn, soll an dieser Stelle näher vorgestellt werden – und dabei auch vorhandene und schon verschollene Bildhauerarbeiten.

In seinem ehemaligen Hausgrundstück auf der Postaer Straße 7 und in seiner damaligen Werkstatt auf der Dippoldiswalder Straße 4 (früher Kottesches Grundstück) findet man Spuren seines Schaffens.

In dem terrassenförmigen Grundstück, welches von der Postaer Straße bis zum Burglehnpfad reicht, entdeckt man eine Anzahl von Arbeiten aus der Werkstatt von Franz Manka. Die Säulen im Eingangsbereich des Grundstücks werden von zwei Putten geschmückt. Am Giebel des Hauses befinden sich die Initialen FM in einem wappenförmigen Relief, welches von Blätterzweigen umrankt wird. Was wollte uns der Künstler wohl mit den zwei „Turteltauben“ sagen, die sich im Nest auf der Wappenkrone liebkosen?

Wird fortgesetzt