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Steppkes geben Fersengeld

Sachsens Schulen machen mobil für Olympia: Am Freitag wird auch in den Riesaer Bildungseinrichtungen mit vielen Aktionen die Bewerbung noch einmal aufgegriffen.

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Von Gunter Niehus

„Am Freitag haben wir Mannschaften aus zwölf verschiedenen Schulen bei uns am Werner-Heisenberg-Gymnasium zu Gast. Klar, dass unsere Schule dabei auch die Olympiabewerbung thematisiert.“ Direktor Helmut Jähnel und die Lehrer sind fleißig beim Planen, denn unter dem Motto „Sachsens Schulen für Olympia“ sollen alle Bildungseinrichtungen noch einmal mächtig Dampf geben für das magische Datum 12. April. Logisch, dass sich auch die Bildungseinrichtungen der Sportstadt Riesa nicht lumpen lassen.

Am Heisenberggymnasium nutzt man dazu unter anderem einen Mannschaftswettbewerb im Fach Physik. Mädchen und Jungen aus Dresden, Leipzig, Chemnitz, Rostock, Frankfurt/Oder und anderen ostdeutschen Städten können dann zeigen, was in ihnen steckt. „Zurzeit überlegen wir noch, wie der olympische Gedanke dabei am besten eingebracht werden kann.“ Eine gewisse Vorbereitungszeit sei unverzichtbar, schließlich hat die Schule erst am Montagnachmittag von der Idee der sächsischen Landesregierung erfahren.

Auch andernorts ist man fieberhaft dabei, kurzfristig ein Konzept aus dem Boden zu stampfen. „Wir sind natürlich ein bisschen vom Wetter abhängig“, sagt Siegfried Martick, stellvertretender Chef der Mittelschule „Am Merzdorfer Park“. Da die Sporthalle nach wie vor unbenutzbar ist, müssten sportliche Aktivitäten zwangsläufig draußen stattfinden. „Unsere Schule bastelt gerade an einem Laufwettbewerb, bei dem entweder die fünf olympischen Ringe oder das Jahr 2012 thematisiert wird.“

An der 4. Grundschule in der Rudolf-Breitscheid-Straße wird schon seit längerem die Bewerbung im Unterricht behandelt. Doch so richtig schlagen die Steppkes am Tag der Entscheidung zu. Am Sonnabend startet ein Bus mit 30 Kindern, um bei einem Minimarathon der Grundschulen am Leipziger Markt Fersengeld zu geben. Dabei messen die Kleinen ihre Spurtstärke nicht nur mit Schülern von weiteren Riesaer Grundschulen. Auch aus Leipzig, Dresden, Chemnitz und Halle gehen Schüler an den Start vor dem Alten Rathaus.

Wissenswertes über die Geschichte Olympias erfahren die Pennäler auch an der Mittelschule an der Magdeburger Straße. „Das Thema lässt sich gut in den Geografieunterricht einbauen“, schätzt Gunther Reinsch, stellvertretender Direktor. „Außerdem informieren wir darüber, welche Sportarten in der Vergangenheit einmal olympisch waren. Wer weiß heute schon noch, dass im Hochsprung früher einmal auch aus dem Stand gesprungen wurde.“

„Auch uns hat das Olympiafieber längs gepackt“, verrät Monika Richter, Leiterin der christlichen Trinitatis-Schule. „Deshalb wird im Mathematikunterricht zum Beispiel nicht mit ganz normalen Zahlen, sondern passenderweise mit Ringen gerechnet.

Ein Zweifelderballturnier sowie ein Hindernisparcours, bei dem die Schüler durch Röhren kriechen oder einen Ball balancieren müssen, kündigt Brigitta Wittig für den Freitag an der Förderschule für geistig Behinderte an. Außerdem erhält die Schule am selben Tag in Dresden einem Preis beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“.