merken
PLUS

Stern wird neues Markenzeichen für Neusalzas Weihnachtsmarkt

100 leuchtende Sterne werden Sonntag für Adventsstimmung sorgen. Dafür muss die Stadt nicht einmal Geld ausgeben.

Von Romy Kühr

Emily und Florian sind begeistert bei der Sache. Sterne bauen ist ja auch viel spannender als eine ganz normale Schulstunde. Nur ein paar Zacken fehlen noch, dann ist der große weiße Stern vollständig. Gemeinsam mit anderen Schülern aus der Pestalozzi-Oberschule Neusalza-Spremberg haben die beiden Neuntklässler diese Woche im Rathaus der Stadt jede Menge Herrnhuter Sterne zusammengebaut. Sie sollen an diesem Wochenende den Weihnachtsmarkt in Neusalza-Spremberg schmücken.

Anzeige
Bares Geld sparen
Bares Geld sparen

Versicherer vor Ort informieren & beraten, damit nach einer Erkrankung nicht der wirtschaftliche Kollaps folgt.

Dahinter steckt eine spontane Idee von Bürgermeister Matthias Lehmann (CDU) und seinen Mitarbeitern im Rathaus. Der Neusalza-Spremberger Weihnachtsmarkt findet jedes Jahr unter einem bestimmten Motto statt. Dementsprechend schmücken die Händler am Obermarkt, wo der Weihnachtsmarkt stattfindet, ihre Geschäfte. Das Organisationsteam aus Gewerbetreibenden, Kindereinrichtungen und Vereinen der Stadt hat als Motto für 2013 „Markt der 100 Sterne“ festgelegt. Und da die Herrnhuter Sternemanufaktur nicht weit ist, entstand im Rathaus die Idee, dem Markt eine ganz besondere Atmosphäre zu geben. „Wir haben uns überlegt, den Weihnachtsmarkt mit ganz vielen Herrnhuter Sternen zu schmücken“, berichtet Matthias Lehmann. Schließlich fand sich sogar eine Firma, die der Stadt etliche Exemplare spendiert. Darunter sind 50 ganz große Modelle und noch mal fast genauso viele kleinere. „Insgesamt werden wir also bestimmt tatsächlich auf 100 Sterne kommen“, ist der Bürgermeister zuversichtlich.

Das alles hat sich ganz kurzfristig ergeben. Erst Mitte dieser Woche wurden die neuen Sterne geliefert. Zum Zusammenbauen spannte Bürgermeister Lehmann kurzerhand die Oberschule am Ort mit ein. Schon seit gestern hängen die neuen Sterne nun in der Stadt. An der Bahnhof- und der George-Schreiber-Straße sollen außerdem Herrnhuter Sterne den Weg zum Weihnachtsmarkt beleuchten. „Sie werden mit speziellen Halterungen an den Laternenmasten befestigt“, erklärt Matthias Lehmann.

Schon in den vergangenen Jahren hatte ein besonders großer Herrnhuter Stern den Zugang zum Obermarkt geschmückt. „Den hatte uns ein Stadtrat gesponsort“, erzählt Lehmann. „Das brachte uns auf die Idee, noch mehr davon aufzuhängen.“ Der Bürgermeister ist so begeistert, dass er die Sterne zum neuen Markenzeichen des Neusalza-Spremberger Weihnachtsmarktes machen will. Wenn er gute Resonanzen erntet, könnte er also in Zukunft immer „Markt der 100 Sterne“ heißen. „So wie der Ruprechtmarkt in Ebersbach könnten wir auch ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Stadt entwickeln“, sagt Lehmann. Dass der Markt seinem Namen alle Ehre machen wird, dafür sorgen auch Anwohner. „In den Fenstern sind schon etliche Sterne hinzugekommen, die Privatleute aufgehängt haben“, freut sich Lehmann. Er ist begeistert, dass die Neusalza-Spremberger so mitziehen.

Parallel zum Themen-Weihnachtsmarkt werden sich die Händler in der Spreestadt wieder besonders anstrengen beim Dekorieren ihrer Schaufenster. Denn seit einigen Jahren ist es Tradition, dass ein Wettbewerb um das schönste Schaufenster ausgerufen wird. Prämiert wird es allerdings nicht mehr durch die Abstimmung der Besucher. Da gab es Kritik, weil manche nicht objektiv das schönste Schaufenster auswählten, sondern danach abstimmten, wie gut sie den Inhaber kennen, berichtet Matthias Lehmann. Deshalb bewertet jetzt eine unabhängige Jury bei einem Stadtbummel die Dekoration. Der Gewinner bekommt einen Wanderpokal, die „Goldene Tanne“.

Die gesponsorten Sterne bleiben derweil bei der Stadt. Sie werden nach Weihnachten auseinandergebaut, eingelagert und kommen 2014 wieder zum Einsatz - beim nächsten „Markt der 100 Sterne“.

Weihnachtsmarkt Neusalza-Spremberg, Sonntag, 8. Dezember ab 13 Uhr auf dem Obermarkt