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Sternekoch kommt mit blauem Auge davon

Frank Mario Pattis war bei „dunkelrot“ über eine Ampel in Dresden gefahren. Nun stand er vor Gericht. 

Mario Pattis
Mario Pattis © Archifoto: Claudia Hübschmann

Nun war er da, der Sternekoch Mario Pattis. Oder besser Frank Mario Pattis. So lautet nämlich der vollständige Name des prominenten Dresdners, der im August 2017 eine Ampel überfahren hatte, für die der Begriff „dunkelrot“ schon fast eine Untertreibung ist. Deutlich mehr als zwei Sekunden hatte das Lichtzeichen am Carolaplatz bereits in schönstem Rot geleuchtet, das der Küchenchef in seinem weißen Audi A6 mehr gemächlich als rasend ignoriert hatte.

Zum Auftakt des Bußgeldverfahrens am Amtsgericht Dresden war Pattis entschuldigt. Sein Anwalt Michael Bürger hatte damals vermutet, sein Mandant sei möglicherweise mit dessen Bruder verwechselt worden. Nur so könne er sich erklären, warum die Verkehrspolizisten im Erfassungsbogen den Namen „Frank Pattis“ eingetragen hatten. Doch der Pattis-Bruder, auch das wurde in der Einspruchsverhandlung nun amtlich festgestellt, heißt Michael.

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Der Name des Rotsünders war nicht falsch, sondern unvollständig notiert worden. „Es ist nicht mehr wie früher, dass der Rufname in den Papieren unterstrichen wird“, sagte ein Polizist als Zeuge. Die übrigen Daten, darunter Adresse und Geburtsdatum, wiesen eindeutig auf „Mario“ hin. Angesichts der langen Zeit ließ sich Bußgeldrichterin Monika Frömmel erweichen und verurteilte Pattis nicht auch noch zu dem einmonatigen Fahrverbot. Er muss jedoch 400 Euro zahlen – das Doppelte eines qualifizierten Rotlichtverstoßes. (SZ/lex)