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Steuergeschenk der Stadtwerke Döbeln

Die Senkung der Mehrwertsteuer soll vom Juli bis Dezember gelten. Bei den Stadtwerken und anderen Versorgern gilt eine großzügige Sonderregelung.

Symbolbild: Ein Einkaufsbeleg mit den Angaben der neuen Mehrwertsteuer in Höhe von 16 Prozent liegt auf einem Küchentisch.
Symbolbild: Ein Einkaufsbeleg mit den Angaben der neuen Mehrwertsteuer in Höhe von 16 Prozent liegt auf einem Küchentisch. © dpa

Döbeln. Zur Ankurbelung der Wirtschaft in der Coronakrise ist die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent abgesenkt worden. Ein Vorteil für die Kunden, der den Verkäufern aber durchaus Kopfzerbrechen bereitet. Bei den Stadtwerken Döbeln hatte es dazu schon einige Anfragen von Kunden gegeben, sagte die Prokuristin Simone Friedrich. Dort hat man einen Modus gefunden, wie mit der Senkung der Mehrwertsteuer umgegangen wird. Abgerechnet wird zum Schluss.

Was heißt: Die monatlichen Abschläge auf Strom, Gas, Fernwärme und andere Leistungen werden nicht reduziert. Die Senkung der Mehrwertsteuer würde nur ein paar Euro ausmachen, da lohnt sich der bürokratische Aufwand nicht. Außerdem hätten manche Kunden mehr Energie verbraucht, weil sie in der Coronakrise zuhause bleiben mussten. Das werde damit gleich ausgeglichen, sagte Simone Friedrich.

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Senkung gilt für das ganze Jahr

Die Absenkung der Mehrwertsteuer wird erst bei der Abrechnung für das ganze Jahr angerechnet, die Anfang Januar erfolgt. Die Kunden haben davon sogar einen finanziellen Vorteil. Die niedrigere Mehrwertsteuer soll nämlich für das gesamte Jahr und nicht nur von Juli bis Dezember gelten. 

Das sei von den Finanzbehörden so bestätigt. „Viele andere Energieversorger machen es genau so“, sagte Simone Friedrich. Eine Zwischenabrechnung in der Mitte des Jahres wäre sehr aufwendig. Die Stadtwerke werden die Zählerstände erst im Dezember ablesen lassen.

Für Großabnehmer, sogenannte Sonderkunden, gilt eine andere Regelung. Bei ihnen werden monatlich die Zählerstände abgelesen und abgerechnet.

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