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PLUS Pirna

Was bringt noch eine Stiftung den Vereinen?

Ehrenamtliche haben viele Ideen und viel Bürokratie und wenig Geld und Hilfe. In Pirna wurde eine bundesweite Alternative vorgestellt. Die hat aber auch einen Haken.

Geld zählen: Welcher Vereins-Schatzmeister macht das nicht gern.
Geld zählen: Welcher Vereins-Schatzmeister macht das nicht gern. © dpa-tmn

In vier Monaten 30 Millionen Euro ausgeben: In die Verlegenheit kommt kein Verein. Doch jeder Verein kann etwas von den Millionen abbekommen - wenn er sich beeilt. Verteilt wird das Geld künftig jährlich von der neuen Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. In den nächsten zwei Wochen sollen die Anträge auf der Internetseite abrufbar sein. Und dann muss alles schnell gehen. Noch dieses Jahr sind die ersten 30 Millionen Euro zu verteilen, auszugeben und abzurechnen. Doch wofür und von wem? Jan Holze, einer der beiden Vorstände der Stiftung, war jetzt auch in Pirna, um das zu erklären. Dabei geht es nicht nur um Geld.

Hilfe im Bürokratie-Dschungel

Es ist ja nicht so, dass es keine Förderprogramme für Vereine gibt. Im Gegenteil. Doch wer sieht da durch, wer kennt die Details und Haken. Kaum jemand kann sich im Ehrenamt damit so intensiv beschäftigen wie es notwendig wäre. Auch Hauptamtliche stoßen da an ihre Grenzen. Hinzu kommen rechtliche Fallstricke, Probleme mit dem Finanzamt oder anderen Behörden. Bei all diesen Fragen will die Stiftung Ratgeber und Helfer sein. 

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Pfiffige Ideen für Neue

Auch die Nachwuchsgewinnung ist in vielen Vereinen ein leidliches Thema. Und dabei geht es nicht nur um junge Leute. Wer hier pfiffige Ideen hat, um neue Mitstreiter zu gewinnen und sich zu stabilisieren, hat ebenfalls gute Chancen auf die Genehmigung seines Antrages. Inklusion ist dabei ein Stichwort, das viele bisher noch außer acht lassen. 

Termine und Bedingungen

  • Anträge können sofort gestellt werden, wenn das Programm und die Anträge veröffentlicht sind. Das soll in den nächsten etwa zwei Wochen auf der Internetseite der Stiftung erfolgen.
  • Die bewilligten Gelder müssen noch dieses Jahr ausgegeben werden. 
  • Die Anträge ab nächstem Jahr sollen fortlaufend möglich sein. 
  • Bei Förderungen bis zu 5.000 Euro ist ein Eigenanteil von zehn Prozent zu bringen, bei bis zu 100.000 Euro sind es 20 Prozent.

Willkommen in der digitalen Welt

Mancher Verein würde ja gern aktiver sein in Sachen Internet und Co. Doch es scheitert an Wissen und Technik. Die Stiftung hat auch hier Möglichkeiten, den Vereinen zu helfen. Ausstattungen sind ebenso förderbar wie Weiterbildungen und zum Beispiel das Erstellen von Internetseiten.

Gut begründet, ist schon halb gefördert

Letztlich ist alles förderfähig, was den ländlichen Raum stärkt. Und dazu gehören eben auch bundesweit gesehen Pirna, Heidenau und Freital. Vorstand Jan Holze macht den Vereinen Mut, zu beantragen, was plausibel begründbar ist. Ob es ein Fahrstuhl im alten Kino Königstein ist oder eine Veranstaltungsalternative für draußen beim Atze auf dem Pirnaer Sonnenstein. Es kommt wie immer auf die Idee an. Doch davon haben die meisten Vereine ja genug...

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