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Pirna

Stillschweigen über Schloss Friedrichsthal

Der Verkauf stand schon mehrfach unmittelbar bevor. Die Stadt Berggießhübel wollte sich einmischen, hat aber keine Chance.

Wie geht es weiter mit Schloss Friedrichsthal in Berggießhübel?
Wie geht es weiter mit Schloss Friedrichsthal in Berggießhübel? © Archiv/Daniel Schäfer

Ist das nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Seit über anderthalb Jahren wird über den Verkauf von Schloss Friedrichsthal verhandelt. Offenbar noch immer ohne Ergebnis. Es gebe mehrere Interessenten, mit denen jedoch absolutes Stillschweigen vereinbart wurde, sagt der kaufmännische Klinikleiter Lars Wunder.

Zwischenzeitlich hatte sich schon einmal der Stadtrat einmischen wollen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Doch da das Berggießhübler Schloss sich in Privateigentum der Median-Klinik befindet, sind die Einflussmöglichkeiten gering.

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Interesse hat die Stadt am Schloss nicht mehr. Sie hatte zwar mal damit geliebäugelt und prüfte es, als es um einen neuen gemeinsamen Standort für die bisherigen beiden Rathäuser in Gottleuba und Berggießhübel ging. Doch da ist die Entscheidung inzwischen für das schon der Stadt gehörende Haus des Gastes gefallen.

Interesse an einem schnellen Verkauf hat die Stadt indes weiterhin. Klar, immerhin ist es ein markantes Gebäude am Ortseingang. Und leere Häuser werden erfahrungsgemäß nicht besser. Das Schloss war 1996/97 saniert worden und steht nun seit über elf Jahren leer. Zum Schluss war es ein Hotel mit Schulungszentrum. „Schnell“ und „zügig“ im Zusammenhang mit dem Kauf haben sich inzwischen relativiert. Schon Ende 2017 stand ein Verkauf mal kurz bevor und sollte zügig erfolgen.

Zum Preis werden keine Angaben mehr gemacht. 2012 waren es mal 2,3 Millionen Euro für die rund 3 000 Quadratmeter Wohnfläche.

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