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Störche auf Rekordjagd

Auf den Horsten des Altkreises Meißen wurden 17 Jungstörche aufgezogen. Das gab es lange nicht.

Immer Hunger hat der Storchennachwuchs in Lommatzsch.
Immer Hunger hat der Storchennachwuchs in Lommatzsch. © privat

Altkreis Meißen. 2020 wird ein Rekordjahr. Jedenfalls, was den Storchennachwuchs im Altkreis Meißen betrifft.  Storchenbeauftragter Jürgen Biller aus Zehren zählte auf den fünf Horsten in Meißen-Zaschendorf, Niederlommatzsch. Nossen, Zehren und Lommatzsch insgesamt 17 Jungstörche. In Nossen und Niederlommatzsch sind es jeweils vier, auf allen anderen Horsten jeweils drei. Das dürfte ein Rekordwert sein. Ob alle überleben, ist aber noch nicht sicher, das könne man erst in etwa vier Wochen sagen, so Jürgen Biller. Dann machen die Jungstörche ihre ersten Flugversuche. "Bis dahin können sie noch immer aus dem Nest fallen. Es ist auch möglich, dass es Kämpfe untereinander gibt", sagt der Storchenbeauftragte. Im Raum Riesa sei das bereits geschehen. Gerade in Nossen und Niederlommatzsch wird es mit vier Jungstörchen und den beiden Elterntieren eng im Horst. 

Vier  Jungstörche sind auf dem Horst in Niederlommatzsch geschlüpft und haben sich prächtig entwickelt.  
Vier  Jungstörche sind auf dem Horst in Niederlommatzsch geschlüpft und haben sich prächtig entwickelt.   © privat
Im Gleichschritt marsch! Der Storchennachwuchs auf dem Schornstein in Zehren.   
Im Gleichschritt marsch! Der Storchennachwuchs auf dem Schornstein in Zehren.    © privat

Jürgen Biller kann aus nächster Nähe beobachten, was sich auf dem Horst des Schornsteines in Zehren in 22 Metern Höhe abspielt. Auf diesen Horst, der sich in der Nähe seines Wohnhauses befindet,  ist permanent eine Videokamera gerichtet. Und so weiß er auch, dass in dem Nest vier Eier lagen, vier Störche geschlüpft sind. "Während eines Starkregens kam eines der Jungtiere um und wurde von den Eltern aus dem Nest geworfen", sagt er. Biller fand und entsorgte das tote Tier. 

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Schauen, beraten lassen, mit dem Bauherren sprechen. Am 25. Oktober findet eine Baustellenbesichtigung in Döbeln statt.

Insgesamt waren die Bedingungen in diesem Jahr gut. Es war nicht zu warm und nicht zu kalt, hin und wieder gab es Regen, so dass das Nahrungsangebot ausreichend war. 

15 bisher das Maximum

Erfreut ist auch der frühere Meißner Storchenbeauftragte Bernd Katzer. "Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr einen neuen Rekord aufstellen werden. So viele Jungstörche hatten wir jedenfalls noch nie. 15 waren bisher das Maximum", sagt er. Doch abgerechnet werde zum Schluss. Wirbelstürme, Starkregen und Kälte könnten den Bestand noch reduzieren. Ein überdurchschnittliches Storchenjahr sollte es aber auf alle Fälle werden. Im vergangenen Jahr wurden auf den fünf Horsten insgesamt zwölf Jungstörche großgezogen, jeweils drei in Lommatzsch und Nossen und je zwei in Zehren, Niederlommatzsch und Zaschendorf. In den Jahren 2017 und 2018 waren es insgesamt jeweils zehn. 

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