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Stollen backen wie die Profis

Eine besondere Unterrichtsstunde erleben die Jugendlichen der Klasse 9a – sie backen Christstollen.

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Von Reinhard Kästner

Wenn am 5. Dezember die Senioren im großen Ratssaal zu ihrer Weihnachtsfeier zusammenkommen, dann steht Weihnachtsstollen auf den Tischen. „Wir haben neun Stück davon beim Bäckermeister Jens Schmidt gebacken“, erzählt Hauswirtschaftspflegerin Elke Loske. Die Zutaten und die Mischung haben die Mitglieder des Neigungskurses Backen und Kochen bereits am Tag zuvor vorbereitet.

Als die sieben Schüler der Klasse 9a vor der Bäckerei Schmidt stehen, sind sie gespannt, wie das Weihnachtsgebäck entsteht. Wann schon hat man Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen einer Bäckerei zu schauen?

Dabei haben die Bäcker schon jetzt alle Hände voll zu tun mit der Weihnachtsbäckerei. Bereitwillig erklären Bäckermeister Jens Schmidt und sein Geselle Mario Backofen den Jugendlichen, wie der Teig zum so genannten Quellstück zubereitet wird. „Es kommt ganz auf die Mischung an, wie viel Rosinen, Zucker und Mehl, Butter, Zitronat, Manteln andere Zutaten in den Teig kommen. Da verlasse ich mich auf euch, denn es soll ja euer Stollen werden“, sagt Jens Schmidt. Deshalb wird alles genau gewogen.

Nun soll das Quellstück entstehen. Der Teig muss dazu gut durchgeknetet werden. Das geschah früher mit Muskelkraft und war eine Knochenarbeit. Heute kommen die Zutaten in die Knetmaschinen und werden zu Teig verarbeitet. Hier endet die Einflussnahme der Schüler, denn nun muss der Teig mindestens eine Stunde gehen oder quellen. Am Abend schiebt der Bäckermeister die neuen Stollen in den Ofen, wo sie nach rund einer Stunde fertig gebacken sind. Heute holen die Schüler das Weihnachtsbackwerk, um es in der Schule bis zur Weihnachtsfeier zu lagern. „Manche schwören darauf, dass der Stollen im Februar März, also nach langer Lagerung, am besten schmeckt“, erzählt Elke Loske.

Für das Team des Neigungskurses sind die Vorbereitungen der Weihnachtsfeier noch nicht beendet. Sie gestalten in den nächsten Tagen auch den Tischschmuck und sind während der Feier für das Kaffeekochen und Servieren verantwortlich. Übrigens stehen dann auf den Tischen auch Plätzchen, die die Mädchen und Jungen der Lernförderschule gebacken haben.

„Das Programm der Feier wird dieses Mal ein Alleinunterhalter bestreiten“, sagt Hauptamtsleiterin Michaela Fritzsche. Sie hofft, dass recht viele Besucher zur gemeinsamen Feier der Stadt Roßwein und der Ortsgruppe der Volkssolidarität kommen, die zugleich als Abschluss der Veranstaltungen des Seniorencafés gedacht ist.

5. Dezember, 14 Uhr, Großer Rathaussaal: Weihnachsfeier der Ortsgruppe der Volkssolidarität und der Stadt