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Bushaltestellen als Trinkertreff

In Stolpen ist Alkohol an zwei Bushaltestellen tabu. Kann die Stadt das Verbot überhaupt kontrollieren?

Die Einhaltung des Alkoholverbotes an Stolpens Bushaltestellen Pfarrfelder und Ärztehaus wird kontrolliert.
Die Einhaltung des Alkoholverbotes an Stolpens Bushaltestellen Pfarrfelder und Ärztehaus wird kontrolliert. © Steffen Unger

Bis jetzt werde das Alkoholverbot an den Stolpener Bushaltestellen Pfarrfelder und Ärztehaus eingehalten, sagt Stolpens Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Der Stadtrat stimmte kürzlich einer Verlängerung des Verbotes zu, was auch so in Stolpens Polizeiverordnung verankert ist. 

Demnach ist es untersagt, im Gebiet der Bushaltestelle Ärztehaus und der Bushaltestelle Pfarrfelder alkoholische Getränke zu sich zu nehmen und überhaupt auch solche mit sich zu führen, um sie dort zu trinken. Damit will die Stadt dem Alkoholkonsum bereits in seinen Ansätzen den Garaus machen. Möglich ist das, weil die Stadt als Ortspolizeibehörde eine entsprechende Verordnung erlassen kann. Allerdings muss sie dies auch begründen können.

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Es seien vor allem ehemalige Schüler gewesen, die da immer wieder mit Alkohol an den beiden Bushaltestellen angetroffen wurden und andere Schüler oder Fahrgäste beleidigt hatten, so der Bürgermeister. Darüber hinaus kam es immer wieder zu Vandalismus. Die Grund- und Oberschüler dürfen übrigens erst kurz bevor die Busse kommen, das Schulhaus verlassen. Und wie wird das Verbot kontrolliert? "Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren sowie auch der Schulsozialarbeiter", sagt Bürgermeister Steglich. 

Allerdings muss ein solches Verbot auch zeitlich begrenzt sein. Deshalb gilt es an den beiden Bushaltestellen montags bis sonnabends von 11 bis 23 Uhr. Sonntags habe man das Verbot nicht verhängen können, da kein Schulbus fahre, und es somit nicht begründbar wäre.

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