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Sebnitz

Stolpen kann neues Gerätehaus bauen

Das Geld ist da. Damit kann eine dringende Investition für die Feuerwehr endlich starten. Vorbereitet ist fast alles.

© Klaus-Dieter Brühl

Die Stolpener Feuerwehrleute hocken in ihrem Gerätehaus Am Graben immer noch auf engstem Raum, können sich nicht richtig umziehen und haben keine Kleiderkammer vor Ort, geschweige denn ordentliche Sanitäranlagen. Die jetzige Unterkunft ist nicht mehr zeitgemäß. Die Unfallkasse hatte bereits einige Beanstandungen. Seit über zehn Jahren wird mittlerweile über ein neues Gerätehaus diskutiert. Einige Feuerwehrleute haben auf dem Weg dorthin bereits frustriert aufgegeben. Doch jetzt kam die erlösende Nachricht: 2020 kann der Neubau an der Pirnaer Landstraße neben dem Klärwerk starten. Mit etwa einem Jahr Bauzeit wird gerechnet.

Großeinsätze koordiniert

„Die Finanzierung ist gesichert. Die Baugenehmigung steht noch aus, aber da sind wir optimistisch“, sagt Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Geplant ist, dass bei der Freiwilligen Feuerwehr von Stolpen künftig alle Großeinsätze koordiniert werden. Hier wird die sogenannte ortsfeste Befehlsstelle ihren Hauptsitz haben. Damit stehen auch an das neue Gerätehaus neue Anforderungen. Architekt Oliver Thomas von Bauplanconcept Neukirch beschäftigt sich schon eine ganze Weile mit den verschiedenen Varianten.

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Diese wurden mit der Feuerwehr, dem Kreisbrandmeister und der Arbeitsgruppe der Stadt mehrmals diskutiert. Inzwischen hat sich eine Variante herauskristallisiert, die auch von der Unfallkasse so bestätigt werde, sagt der Planer. Da das Gerätehaus als ortsfeste Befehlsstelle dienen soll, wird es ein zweigeschossiges Gebäude, wo im unteren Bereich die Fahrzeuge untergebracht werden und ein Waschplatz mit eingeordnet wird. Darüber hinaus wird es eine separate Ein- und Ausfahrt geben. Diese ist notwendig bei größeren Einsätzen. Dazu kommt, dass ein zentraler Schlauchlagerplatz errichtet werden muss.

Zentrale Kleiderkammer

Außerdem soll die Kleiderkammer der Feuerwehr hier mit Platz finden. Die Bekleidung lagert derzeit auf einem Dachboden in Lauterbach. Eine weitere Anforderung an so eine Befehlsstelle ist ein Notstromer. In das neue Gerätehaus werden 48 männliche und 14 weibliche Kameraden einziehen. Neben dem Gerätehaus wird es einen Übungshof und einen Waschplatz geben. Außerdem sind drei Stellplätze für Fahrzeuge vorgesehen und ein Seminarraum. Umkleidebereiche und der Sozialtrakt gehören ebenfalls dazu. Ursprünglicher Plan war, das Gerätehaus am jetzigen Standort Am Graben zu sanieren und zu vergrößern. Vorarbeiten wurden mit dem Abriss eines Anbaus geleistet. Gleichzeitig wurden auch die Varianten zum Neubau untersucht und mit dem Standort an der Pirnaer Landstraße eine Lösung gefunden.

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