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Angespannte Lage in Stolpener Kitas

Die Einrichtungen sind an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Im Krippenbereich fehlen sogar schon Plätze.

Seit 2014 sind die Kleinen Weltentdecker im Gogelmosch-Haus in Stolpen.
Seit 2014 sind die Kleinen Weltentdecker im Gogelmosch-Haus in Stolpen. © Daniel Schäfer

Die bereits schwierige Situation in der Kinderbetreuung der Stadt Stolpen spitzt sich zu. Sie könne durchaus als angespannt bezeichnet werden, sagt Bürgermeister Uwe Steglich (FDP) unlängst. So ist zum Beispiel eine Kindertagespflegestelle ausgefallen. Die Kinder mussten auf andere Einrichtungen verteilt werden. Und diese gab es nicht etwa in Stolpen. Die Kinder werden jetzt unter anderem in Dürrröhrsdorf und Sebnitz betreut. 

In Stolpener Einrichtungen konnten die Kinder nicht umgeleitet werden, denn die Kindergärten Schlumpfenland in Langenwolmsdorf, Kleine Weltentdecker in Stolpen  und Sankt Martin in Lauterbach sind bereits voll.  Einzig die Kita Stolpener Burggeister hätte weitere Kinder aufnehmen können. Dort fehlt es jedoch an Personal. Hier mussten sogar schon die Betreuungszeiten gekürzt werden.

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Dazu kommt, dass laut Bedarfsplanung der Stadt Stolpen, die zur Verfügung stehenden Krippenplätze nicht mehr ausreichen. Man gehe in diesem Jahr von schätzungsweise 50 Geburten aus und das würde sich aus den Erfahrungen heraus auch die Folgejahre so fortsetzen. Schlussendlich braucht die Stadt gesicherte Plätze in den Kindertageseinrichtungen. Und das ist die Chance für die Kindertagesstätte Kleine Weltentdecker im Gogelmosch-Haus Stolpen. 

Bislang war diese nur befristet in den Bedarfsplan der Stadt Stolpen aufgenommen worden. Ein erster Schritt für den Betreiberverein "Gemeinsam Unterwegs".  Doch um Planungssicherheit zu haben, stellte dieser nun den Antrag, unbefristet aufgenommen zu werden. In seiner letzten Sitzung befasste sich der Stadtrat damit. Denn letztlich muss dieser zustimmen, weil die Stadt Stolpen zum Beispiel auch in die bauliche Unterhaltung investieren muss. Bislang war der Verein zuständig. 

Aufatmen bei den Weltentdeckern

Begonnen hatte alles vor vielen Jahren bei einem Treffen engagierter Frauen und Männer in Helmsdorf. Dort wurde die Idee geboren, dass der Verein Gemeinsam Unterwegs einen Kindergarten betreibt, der die christliche Werteerziehung in sein Konzept aufnimmt.  Nur wo war die Frage. Die blieb lange ungelöst. Bis sich mit dem Gogelmosch-Haus in Stolpen die Chance geboten hatte. Im Januar 2014 wurde die Kita dann eröffnet. Im gleichen Jahr wurde der Antrag auf Aufnahme in den Bedarfsplan gestellt. Dieser wurde abgelehnt. Sowohl Stadtverwaltung als auch Jugendamt sahen keine Notwendigkeit darin, weil die Plätze in den vorhandenen Einrichtungen damals ausreichten. 

2016 dann der erste Schritt mit einer befristeten Aufnahme. Und nun sollte es auch weitergehen. Die Anspannung war dem Erzieherteam bei der letzten Ratssitzung anzusehen. Obwohl auch sie genau wussten, die Stadt Stolpen kommt an ihnen mittlerweile nicht mehr vorbei. Die sechs Krippenplätze und 22 Kindergartenplätze der Weltentdecker braucht die Stadt dringend und zwar langfristig. "In den letzten Jahren hat die Einrichtung bewiesen, dass gute Arbeite geleistet wird", sagt der Bürgermeister. Die Auslastung liegt bei fast durchgängig 100 Prozent. Darüber hinaus brauche der Trägerverein auch Planungssicherheit. Der Stadtrat stimmte mehrheitlich für die unbefristete Aufnahme der Kleinen Weltentdecker in den Bedarfsplan der Stadt Stolpen.

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