SZ +
Merken

Stolpen kommt ultra-schnell ins Netz

In der Burgstadt beginnt der Breitband-Ausbau. Fast 900 Haushalte profitieren davon. Aber noch nicht sofort.

Teilen
Folgen

Von Katarina Lange

Stolpen gibt jetzt richtig Gas. Zumindest auf der Datenautobahn. Die Einwohner der Burgstadt sollen spätestens ab Juli 2014 schneller durch das Internet surfen können. Die Voraussetzungen dafür wurden nun geschaffen. Die Kommune hat mit der Deutschen Telekom einen Vertrag geschlossen. Jetzt beginnt der Ausbau des VDSL-Netzes in Stolpen und den Ortsteilen Heeselicht, Helmsdorf, Langenwolmsdorf und Lauterbach. Beinahe 900 Haushalte werden davon profitieren.

Die Kommune ist damit zwar die letzte im Altkreis Sebnitz, die schnelles Internet bekommt. In Neustadt können die Einwohner schon seit dem Winter eine schnelle Internetanbindung nutzen. In Dürrröhrsdorf-Dittersbach, Sebnitz und Hohnstein ist ebenfalls schon alles fertig. Das lange Warten hat sich für die Stolpener aber gelohnt. Denn die Telekom nutzt die neueste Technik. Und diese bringt die Stolpener ultra-schnell ins Netz.

19 Kilometer Glasfaserkabel verlegt

Die Geschwindigkeit der Datenübertragung wird im kommenden Jahr bis zu 50 Megabits pro Sekunde erreichen. Das Tempo ist damit nahezu zehnmal schneller als zuvor. Ein Beispiel: Früher brauchte man mit zwei Megabits je Sekunde ungefähr 130 Minuten, um einen Film in DVD-Qualität aus dem Internet herunterzuladen. Mit bis zu 50 Megabits pro Sekunde dauert das gleiche Unterfangen laut den Experten nur noch fünf Minuten.

Die Schnelligkeit der Internetverbindung hängt jedoch von der Entfernung zur Schaltstation ab. Die Telefonleitung, über die der Datenstrom ab der Vermittlungsstelle geschickt wird, dämpft das Signal Meter um Meter. Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometern spielt die Technik nicht mehr mit. Um die Haushalte besser anzubinden, werden deshalb insgesamt 19 Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegen. Zudem werden neun Schaltverteiler aufgestellt, die die DSL-Technik beinhalten.

„Ich freue mich sehr, dass nunmehr auch in Stolpen die technischen Voraussetzungen für ein schnelleres Internet geschaffen werden. Die Stadt Stolpen war sicher die letzte Kommune in unserer Region, die diese Aufgabe angegangen ist. Allerdings haben wir als Stadt den Vorteil, dass bei uns die derzeit modernste Technik zum Einsatz kommt“, sagt Bürgermeister Uwe Steglich (FDP).

Der Ausbau des Breitbandnetzes kostet 478 320 Euro. 90 Prozent davon werden gefördert. Den Rest muss die Stadt aus dem eigenen Haushalt bezahlen. Gefördert werden nur die Ortsteile, die tatsächlich als unterversorgt gelten, und das sind alle – außer Stolpen und Rennersdorf-Neudörfel.