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Stolpens Ferkelmast wird größer

Der Stadtrat berät am Montag über die Zukunft der umstrittenen Mast-Anlage. Bürgerbeteiligung wird explizit gewünscht.

Es wird ernst. Es geht um den Bebauungsplan für die Ferkelmast.
Es wird ernst. Es geht um den Bebauungsplan für die Ferkelmast. © Daniel Schäfer

Dieses Mal dürften die Unterlagen zum Beschluss über den Entwurf des Bebaungsplanes für die künftige Ferkelaufzuchtanlage im Stolpener Ortsteil Langenwolmsdorf rechtzeitig bei den Stolpener Stadträten angekommen sein. Zur letzten Ratssitzung waren sie es nicht. Deshalb musste der Beratungspunkt von der Tagesordnung gestrichen werden. Er wurde auf die nächste Sitzung vertagt. Die findet nun am Montag, 28. Oktober, statt.

Welchen Einfluss die Stadträte nehmen können oder wollen, bleibt abzuwarten. Doch bereits in den vorhergehenden Beratungen wurde deutlich, dass die Entscheidungen im Stadtrat nur ein kleines Rad im Getriebe sind. Denn Entscheider über das Verfahren ist das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. 

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Birgit Hertzog, die Leiterin des Umweltamtes im Landratsamt erläuterte bereits, dass das Bundes-Immissionsschutzgesetz die Anforderungen an den Betrieb genehmigungspflichtiger Anlagen normiert. Und das wäre der Stall nach der Erweiterung für die Unterbringung von 18.232 Ferkeln pro Vierteljahr Mastzeit. In diesem Verfahren werden dann auch die Bürger sowie verschiedenste Behörden beteiligt.

Bereits jetzt erfolgten erste Baumaßnahmen in der Anlage, die laut Landratsamt genehmigungsfrei seien und von der Behörde auch als solches überwacht wurden. Demnach kann der Eigentümer, der niederländische Schweinezüchter Marten Tigchelaar 4.488 Ferkel einstallen, sofern er sich an die in Sachsen geltenden Gesetze hält. Erst wenn die Erweiterung der Anlage ansteht, benötigt er einen solchen Bebauungsplan. (SZ/aw)

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Öffentliche Stadtratssitzung: Montag, 28. Oktober, 19 Uhr im Alten Amtsgericht, Markt 26 in Stolpen.

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